Wo rockt's? Death before Dishonor im Crash

David Weigend

Boston ist 'ne schöne Stadt, da kann man was erleehben, drum fahren wir zum Brüllkonzert, benehmen uns daneeehben, shalaloloh, shalaloloh...oh, entschuldigen Sie, wir haben uns im (guten) Ton vergriffen.



Aber warum nicht nach dem Sportclubspiel am Sonntag ins Crash gehen und dort gleich deftig weiterfeiern, mit US-Hardcore uff die Mütz, aber volle Breitseite und richtig schön old school?


Wir haben die fünf Jungs von Death before Dishonor am Dienstag schon kurz getroffen. Raue Schale, weicher Kern. Sie waren gerade auf der Durchreise, und zwischen Solothurn (Kofmehl) und Magdeburg (Blow Up Club) ist doch immer ein Stündchen Zeit für Burgertanken im Badischen, Inspektion des Crash, Kraulen von Crash-Pitbull-Mutter Hera und ein wenig Boston-Hardcore-Feeling-Verbreiten im braven Freiburg.



Memphis, Rob, Bryan, B-Roll und Franky haben sich mit 250 Shows im Jahr hochgespielt auf ein sehr erfreuliches HC-Level. Einige Zuschauer waren vergangenes Jahr der Meinung, der Boston-Fünfer, eigentlich nur als Support eingeplant, hätten den Headlinern Agnostic Front und Hatebreed deutlich die Butter vom Brot genommen. Mehr Biss, mehr Einsatz, mehr Wut, mehr Publikum auf der Bühne. Frei nach dem Band-eigenen Motto: "Through Suffering Gain Strength" - Stärke erlangen durch Leiden.



Wer gut auf alte Madball und Sheer Terror kann, der Verwässerung des Hardcore Genres eher kritisch gegenüber steht, in letzter Zeit ein paar Nackenschläge abgekriegt hat und die Verbitterung darüber aus den Knochen schwitzen will, der ist bei Death before Dishonor sicherlich goldrichtig aufgehoben.

Und auch die Supportbands können sich hören lassen: als Sekundanten Nations afire aus Los Angeles, unter anderem mit Brett Rassmussen und Nik Hill von Ignite. Eröffnet wird der unbarmherzige Reigen von den Schwarzwäldern Lasting Traces. Jung und hungrig.

Was: Hardcore Dreierpack
Wann: Sonntag, 3. Mai, 20 Uhr (Beginn 21 Uhr)
Wo: Crash, Schnewlinstr. 7
Eintritt: VVK 10 €, AK 14 €