Wo hockt's? Morgenstraich in Basel

Carolin Buchheim

Bei uns ist die Fasnet vorbei, in Basel gibt's ihren Höhepunkt erst in der Nacht von Sonntag auf Montag, wenn um 4 Uhr früh der Laternen- und Guggemusik-Umzug der Cliquen durch die Innenstadt beginnt. Der Morgenstraich ist ein geradezu magisches Erlebnis, das man unbedingt einmal mitgemacht haben sollte.



Es ist ein beeindruckender Moment, wenn kurz vor vier Uhr in der Morgenstraich-Nacht die  Lampen in der rappelvollen Basler Innenstadt erlöschen - und die tausenden Besucher ganz leise werden. Kurz darauf startet mit lauten Trommeln und Pfeifen der Morgenstraich - ein Laternen-Umzug, der mit der alemannischen Fasnacht wenig gemein hat.


Ursprünglich war der Morgenstraich ein militärischer Umzug - in Basel wurde am Montag nach Aschermittwoch gemustert, und auch heute noch wird ernsthaft durch die Straßen gezogen. Die Masken sind theatralisch bis ernsthaft, mehr Spuk als Spaß, und auf den großen Laternen gibt's Gesellschaftskritik. Im Anschluß an den Zug feiern die Cliquen bis in den Mittag hinein in den Kneipen der Innenstadt.

Sonntagnacht gibt es Sonderzüge von Freiburg nach Basel. Sie fahren um 1:46 und 1:54; die Tickets gibt es nur am Bahnhof und im Zug; sie kosten 15 Euro. Wer schon den Abend in Basel verbringen möchte, kann das zum Beispiel in der Kaserne tun; dort legt ab 23 UhrDJ Woody auf - sicher ganz ohne Trommeln und Flöten.

Mehr dazu:

Was: Morgenstraich 2011
Wann: Montag, 14. März 2011, 4 Uhr
Wo: Basel Innenstadt

[Bild: dpa]