Wo bleibt die Magie?

Gina Kutkat

Magisch war der Abend nicht, die Musik der Magicrays aus Lausanne war trotzdem schön. Im spärlich bis überhaupt nicht gefüllten Klub Kamikaze konnte man zu der Musik der fünf französischsprachigen Schweizer wunderbar seinen Gedanken nachhängen und alles um sich herum vergessen. Genau das passierte auch Gina.

Das Eis zwischen den Magicrays und uns, ihren Zuschauern und Zuhörern, wollte gestern Abend im Kamikaze einfach nicht brechen. Obwohl das Publikum winzig klein war und die Atmosphäre nicht intimer hätte sein können. Vielleicht lag es an der Schüchternheit? "The other band members are all shy, so I have to talk all the time", versucht der Magicrays- Sänger die verklemmte Stimmung zu erklären.


Egal Jungs, spielt doch erstmal. Die drei Gitarren erzeugen einen vollen und opulenten Klang und befördern uns mit poppigen Melodien und großen Momenten in andere Sphären. Es ist melancholisch, ohne traurig zu sein und schön, ohne dass man lächeln muss. Die Stimme von Sänger Greg singt klagend und ich komme nicht darum herum, die Ähnlichkeit zu Starsailor's James Walsh zu erwähnen.



So fließt "The Green River" daher, sowie "9 21" ein Höhepunkt ihres aktuellen Albums "Off The Map".

Normalerweise liegt meine Aufmerksamkeit bei Konzerten auf den einzelnen Musikern der Band. Jeder kennt das: man beobachtet die Finger des Gitarristen, bewundert die Schnelligkeit des Schlagzeugers oder die Läufe des Bassisten. Das hat gestern Abend nicht so gut geklappt.

Die Konzentration ging flöten, nahm aber auch die Begeisterung gleich mit. Es war alles schön und gut was die Magicrays uns boten, aber das gewisse Etwas fehlte.



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