Wir wollen nach vorne kommen!

Dirk Philippi

Das Eishockey in Freiburg steht mit der geplanten GmbH-Neugründung vor einem strukturellen Neuanfang und fudder informiert Euch regelmäßig über die neuesten Entwicklungen. Heute bezieht der Sprecher der neuen Wölfe-GmbH, Holger Döpke, im aktuellen Interview Stellung zu Plänen und Entscheidungen in Sachen Personalpolitik.



Herr Döpke, Sie hatten angekündigt gegen Ende der Woche den Geschäftsführer der neuen Wölfe-GmbH verkünden zu wollen. Sind Sie sich mit einem Kandidaten einig?

Holger Döpke: Wir werden am Freitagabend nach dem Spiel gegen Hannover unseren neuen Sponsorenbetreuer und Marketingbeauftragten vorstellen können, der neben dem Geschäftsführer die zweite Spitze der GmbH im kaufmännischen Bereich bilden wird. Wir wollen nach vorne kommen mit dem Eishockey in Freiburg, hatten uns schon früh für eine Doppelspitze entschieden und haben nun einen qualifizierten Mann auf dieser Position fest angestellt.

Und wer wird Geschäftsführer?

Holger Döpke: Wie gesagt wird es zwei Spitzen geben, die fest von uns angestellt sein werden. Allerdings haben die fünf Gesellschafter entschieden, sich mit der Auswahl des Geschäftsführers noch länger Zeit lassen zu wollen. Ich denke, es wird noch drei Wochen dauern bis wir auch hier eine Entscheidung präsentieren können.

Ist die Verzögerung ein Anzeichen dafür, dass in den Verhandlungen nicht alles optimal verlaufen ist?

Holger Döpke: Nein, das ist es ganz und gar nicht. Es verzögert sich auch nicht wirklich, sondern wir haben uns lediglich darauf geeinigt, dass wir bei der Position des Geschäftsführers gar nicht unter Druck stehen. Um ruhigen Gewissens eine optimale Entscheidung treffen zu können sind natürlich nicht nur ein, zwei Gespräche von Nöten und nun wollen wir uns eben die Zeit nehmen und nichts übers Knie brechen. Wir waren zwischenzeitlich aber auch nicht untätig und haben den Kreis von drei auf zwei Kandidaten verkleinert. Beide Bewerber sind kompetente Männer mit einiger Erfahrung in diesem Bereich. Es gibt wirklich keinen Grund, nervös zu werden. Wir sind voll im Zeitplan.

Bedeutet dies, was das Sportliche angeht, nun nicht ein dreiwöchiges Entscheidungsvakuum?

Holger Döpke: Mitnichten! Der Geschäftsführer hat keinen Einfluss auf die mögliche Weiterverpflichtung von Spielern aus dem aktuellen Kader. Wir verhandeln derzeit mit zehn bis zwölf Spielern aus dem aktuellen Kader.

Wer hat die Entscheidung getroffen, mit welchen Spielern verhandelt wird?

Holger Döpke: Sergej Svetlov hat uns die Spieler genannt, die seiner Meinung nach für eine Verlängerung des Engagements in Frage kämen und wir haben dies mit unseren Vorstellungen abgeglichen. Ich sage Ihnen: Die Liste der fünf Gesellschafter mit ihren Wunschkandidaten ist quasi deckungsgleich mit denen des Trainers. Es besteht kein Anlass zur Sorge um diese Vorauswahl. Die Gesellschafter gehen selbst seit Jahren zum Eishockey und wir sprechen mit Akteuren, über deren eventuelle Weiterverpflichtung absoluter Konsens besteht und natürlich haben wir uns auch externen Rat eingeholt.

Führen Sie selbst diese Gespräche, Herr Döpke?

Holger Döpke: Nein, wir haben als Sprachrohr Thomas Dolak mit diesen Verhandlungen beauftragt. Thomas Dolak darf uns nach Absprache mit dem Gesamtverein für vier bis sechs Wochen helfen, wird danach aber Cheftrainer des EHC-Nachwuchses bleiben. Er stellt jetzt auch keine Mannschaft zusammen, sondern geht lediglich auf die Spieler zu, die wir ihm genannt haben. Er ist einfach näher an ihnen dran, kennt sie und ist der geeignete Mann, um diese Verhandlungen zu führen.

Sind unter den zehn bis zwölf Spielern auch Kontingentspieler?

Holger Döpke: Prinzipiell werden wir jetzt noch keine Namen nennen, aber, ja, auch Kontingentspieler sind Kandidaten.

Muss bei der bevorstehenden Reduzierung von fünf auf vier Kontingentspielerstellen nicht auf eine deutliche Verstärkung in diesem Bereich gesetzt werden.

Holger Döpke: Ich sagte ja nicht, dass wir alle behalten möchten. Auch ein Kontingentspieler ist ein Kontingentspieler. Mehr möchte ich zu diesem Zeitpunkt nicht dazu sagen.

Sie sprachen von einer Vorschlagsliste des aktuellen Trainers, Sergej Svetlov. Ist dies ein Hinweis dafür, dass er auch in der nächsten Saison hinter der Wölfe-Bande stehen wird?

Holger Döpke: Für den Moment ist für den Trainerposten in der neuen Saison Sergej Svetlov ganz klar unser erster Kandidat, mit dem wir weiter arbeiten möchten. Allerdings ist mit Sergej abgesprochen, dass wir erst nach den Playoffs die Verhandlungen aufnehmen werden. Wir wollen und werden außerdem während der bevorstehenden Endrunde auch keine Meldungen über mögliche Entscheidungen im Spielerbereich bekannt geben. Das wäre fahrlässig, da wir uns von den Spielern nun absolute Konzentration auf ihre Aufgabe wünschen und alles andere nur Unruhe in die Mannschaft bringen würde. Ich hoffe, dass die Fans dafür Verständnis haben. Vielleicht aber können wir noch vor Beginn der entscheidenden Spiele eine Weiterverpflichtung bekannt geben.

Mit welchem Spieler?

Holger Döpke: Lassen Sie sich überraschen. Zu 99% sind wir uns mit einem für die Wölfe wichtigen Akteur einig. Wenn es klappen sollte, erfahren Sie nach dem Hannover-Spiel neben dem Namen des Sponsorenbetreuers und Marketingbeauftragten auch den Spielernamen.

Herr Döpke, wie sind Sie mit dem bisherigen Verlauf der Entwicklungen zufrieden?

Holger Döpke: Wir sind alle sehr guter Dinge, was die Zukunft angeht. Die Kooperationsverhandlungen verliefen erfolgreich, die GmbH steht vor der Gründung, eine erste wichtige Stelle ist mit einem kompetenten Mann besetzt, wir haben zwei qualifizierte Bewerber auf den Geschäftsführerposten und stehen in guten Gesprächen mit wichtigen – sportlichen - Korsettstangen für ein neues Team. Wir sind alle zuversichtlich, dass wir das Eishockey in Freiburg nach vorne bringen werden. Ich bitte nun aber auch darum, uns konzentriert weiter arbeiten zu lassen. Wir werden die Sponsoren und Fans umfassend informieren, sobald es weitere Neuigkeiten geben wird. Dafür planen wir bereits sowohl eine Sponsoren- als auch Fanversammlung. Doch nun sollten sich alle erstmal auf die Playoffs freuen und das Team zahlreich unterstützen!

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Podcast: Der Eissportenthusiast (GmbH-Pläne)
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