"Wir sind jetzt in der Werbephase": Interview mit Clara Hirschmann, die den UN-Jugendfriedenspreis organisiert

Moritz Kraus

Die Vereinten Nationen vergeben seit 2012 einen Jugendfriedenspreis. Von Anfang an mit dabei: Die Freiburger Studentin Clara Hirschmann, die für Organisation und Werbung zuständig ist. Wir haben mit ihr über ihre Aufgaben gesprochen:



Den Jugendfriedenspreis der UN gibt es seit zwei Jahren. Diese Auszeichnung erhalten Projekte oder Gruppen, die sich für ein friedliches Miteinander einsetzen. Vergangenes Jahr gab es bereits die ersten Preisträger. Den mit 1000 Euro dotierten Preis können Schulen und Hochschulen intern vergeben. Die Gewinner kommen automatisch in die Ausschreibung auf Landesebene. Der Inititator des Preises, Peter Kolbe, ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen.


Du bist Teil des Orga-Teams für den Jugendfriedenspreis der UN in Freiburg. Wie ist es dazu gekommen?

Ich war mit einer Kommilitonin bei einer Sitzung der Hochschulgruppe "ForUN" und dort haben die zwei Verantwortlichen Björn Hessert und Thomas Gerrer nach Interessenten für die Organisation des Preises gesucht, weil sie ihr Studium beendet haben. Ich habe mich dann spontan gemeldet und bin nun eine der Verantwortlichen.

Welche Tätigkeiten übt du als Organisatorin aus?

Im Dezember haben uns Björn und Thomas in die Strukturen des Preises eingeführt. Ab Januar gab es dann Treffen mit verschiedenen Leuten von den UN und ehemaligen Preisträgern. Im Prinzip arbeite ich von zu Hause aus. Ich gebe Flyer und Plakate in für den Druck in Auftrag und kümmere mich um die Website. Wir sind jetzt in der Werbephase. Weil der Preis noch bekannter werden muss, will das Orga-Team Schulen und Hochschulen gewinnen, die den Preis dann intern vergeben. Dafür suche ich dann Leute, die die Schulen betreuen. Wir delegieren das Ganze. Die Fäden laufen bei uns zusammen.

Du bist ja auch Teil der Jury. Gibt es denn schon Bewerber für den Preis und was sind die Kriterien, auf die ihr achtet?

Im Prinzip soll das, was die Gruppe macht dem Ziel der Vereinten Nationen entsprechen. Das heißt ein friedliches Zusammenleben. Die Projekte, die sich bei uns bewerben, sollen durch soziales Engagement der Gesellschaft zu Gute kommen. Wir haben bis jetzt noch keine Bewerber, da wir ja gerade erst richtig angefangen haben Werbung zu machen.

Zur Person



Clara Hirschmann, 20, studiert an der Uni Freiburg Liberal Arts and Sciences. Sie ist sowohl für den Jugendfriedenspreis der UN, als auch in der Hochschulgruppe "ForUN" aktiv. Neben ihrem Studium improvisiert sie auf der Geige und lernt nach ihrem Besuch in Togliatti eifrig Russisch.

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