Wir haben den Lieferservice von Burger King und McDonald’s getestet

Theresa Ogando & Enya Steinbrecher

Neben McDonald’s hat auch Burger King seit dieser Woche einen Lieferservice. Kommen Burger und Fritten lecker und warm an, oder sind sie kalt und zerdrückt?Die fudder-Mitarbeiterinnen Enya und Theresa machen den Test.

Es ist 13.15 Uhr und zwei hungrige fudder-Mitarbeiterinnen sitzen in einer WG in der Eichstetterstraße. Die Mittagspause ist nur eine Stunde lang, zum Kochen reicht die Zeit kaum. Wie gut, dass heute der Burger King Lieferservice an den Start ging. Im Selbstversuch beschließen wir, den Lieferservice auf die Probe zu stellen.


Die Auswahl auf der Bestellwebseite ist der vor Ort ähnlich. Die Wahl fällt auf einen Long Texas BBS, ein 9er-Pack King Nuggets, die 6er Chili Cheese Nuggets, sowie eine große Pommes und sechs Onion-Rings. Zum Nachtisch gibt es außerdem eine belgische Waffel.

Nach knapp 20 Minuten sind die Burger da

Um 13.25 Uhr schicken wir die Bestellung ab. Schon kurz darauf erhalten wir auf unserem Tablet die Nachricht, dass die Bestellung angenommen wurde. Nur losgeschickt wird sie offenbar nicht. Wir warten jedoch geduldig.



Knapp zwanzig Minuten später klingelt es. Eine Bestätigung, dass die Bestellung unterwegs ist, haben wir zwar nicht bekommen, doch der junge Mann vom Lieferdienst reicht uns unsere Tüten. Dabei ist er sehr freundlich und gibt uns auf Wunsch bereitwillig eine Quittung.

Das Essen sieht gut aus

Wir öffnen die Tüten. Der bekannte Geruch nach Fett und gebratenem Fleisch schlägt uns entgegen und unsere hungrigen Mägen drängen uns dazu, sofort zuzuschlagen. Wir müssen sie jedoch auf später vertrösten – erst mal ein Qualitäts-Check: Der Burger sieht gut aus, nicht einmal die Zwiebelringe sind verrutscht und auch die Soße ist nicht ausgelaufen – bis auf etwas geschmolzenen Käse. Das kennt man aber ja schon von den Restaurants. Die Bestellung sieht allgemein kaum anders aus als in der Filiale des Vertrauens gekauft. Das Äußerliche hat während der Lieferung nicht gelitten. Auch nach einigen Minuten, die wir mit dem Fotografieren zubringen, ist das Essen noch warm und vollzählig ist die Lieferung ebenfalls.
Burger King

Mindestbestellwert: 10 Euro
Strecke: 4,8 km
Zeit: 20 Minuten
Wärme des Essens: 5/5
Freundlichkeit des Lieferanten: 5/5
Bestellung vollständig: Ja

Die Bestellung bei McDonald’s

Am nächsten Tag unternehmen wir den Vergleich und bestellen beim Fast-Food-Giganten McDonald’s. Dort kann man schon seit Oktober über den Restaurantbringdienst Foodora bestellen. McDonald’s liefert im Gegensatz zu Burger King allerdings erst ab 17 Uhr, also wird dieser Lieferservice zum Abendessen getestet.

Um 19.22 Uhr geht die Lieferung bei lieferheld.de ein. Für die 4,4 Kilometer werden im Livetracking 34 Minuten angezeigt. Jetzt heißt es warten. Fast exakt wie angekündigt klingelt es 36 Minuten später und ein erschöpft aussehender Mann mit einem pinken Fahrrad reicht mir meine McDonald’s Bestellung. Er ist freundlich, aber ob eine Rechnung in der Tüte ist, weiß er nicht. Egal, hungrig mache ich die Tüte auf. Überrascht blicke ich auf einen Turnbeutel mit Pommesmotiv.

Der Mc-Flurry fehlt

Ich habe zwei Veggieburger, eine Apfeltasche, Röstipommes und einen Oreo-McFlurry bestellt. Das Eis fehlt. Ist der Turnbeutel eine stille Entschuldigung dafür?

Ich versuche, es herauszufinden und rufe bei der Nummer an, die auf dem Kassenzettel steht. Ich rufe neun Mal an, bis ich die Hoffnung auf das Eis oder die 3,39 Euro aufgebe.

Das Essen sieht genau so aus wie im Laden, aber durch den Transport auf dem Fahrrad ist es eher lauwarm. Ironischerweise sind auf der Verpackung der Apfeltasche die Worte "Vorsicht heiß" zu lesen.
McDonald’s

Mindestbestellwert: 12 Euro
Strecke: 4,4 km
Zeit: 36 Minuten
Wärme des Essens: 2/5
Freundlichkeit des Lieferanten: 3/5
Vollständig: Nein, es fehlt ein McFlurry

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