Wilhelm-Moltke - Espresso mit Vespa-Blick

Adrian Hoffmann

Der Chef lehnt am Eingang, Beine überschlagen, Sonnenbrille im Gesicht - wie man sich den Chef einer Espressobar vorstellt. Locker, lässig, lustig. Ein paar Studenten trinken an den eckigen Stehtischen ihren Espresso Macchiato, eine Vespa steht auf dem breiten Gehweg. Die Sonne scheint. Bin ich in Italien? Ein Besuch in der neuen Espressobar Wilhelm-Moltke.



Alex Briefs kleiner Laden an der Ecke ist noch ein klein bisschen ein Geheimtipp. Die meisten seiner Kunden sind Studenten, die es bis zur Moltkestraße nicht weit haben, oder Leute, die in der Nähe arbeiten. “Die Franchise-Unternehmen in Freiburg vertragen noch ein bisschen Konkurrenz”, sagt Alex Brief, 37 Jahre alt. “Konkurrenz mit einem individuellen Konzept.” Das da wäre: nettes Ambiente, guter Kaffee, exklusive Waren. Im Regal stehen österreichische Schokolade und ausgefallener Whiskey, der Käsekuchen ist vom Münstermarkt. Und dann gibt es neben Espresso und Capuccino noch afri-Cola.


Wilhelm-Moltke ist ein gemütlicher Ort, um mal eine halbe Stunde auszuruhen, sei es vom Studium oder von der Arbeit. Der übersichtliche Raum ist sehr hell, die Außenwände sind fast einzige Fenster, der Fenstersims ist zur gemütlichen, mit Kissen ausgelegten Couch umfunktioniert worden. Jetzt bräuchte Alex Brief nur noch eine Konzession zum Ausschank von Alkohol, dann würde er abends länger aufmachen und Tapas und Rotwein anbieten.

Info:

Die Espressobar Wilhelm-Moltke findet ihr in der Moltkestraße 42, sie ist ganz in der Nähe vom Jos Fritz Café, an der Ecke Wilhelmstraße. Die Öffnungszeiten sind: 10.30 bis 18.30 Uhr.