Orientierung

Wie war’s beim … Talentcamp der Hochschule Macromedia für angehende Studierende?

Katharina Federl

Wie muss ich mir ein Studium vorstellen? Wie geht Musik-Management, wie Wirtschaftspsychologie? Dies und mehr konnten Studieninteressierte an der Hochschule Macromedia beim Talentcamp nachfragen.

Blau steht für Design, Grün für Sport, Gelb für Musik und Orange für Medien. Mithilfe der farbigen Armbänder teilen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Talentcamps am gestrigen Dienstag nach einem einführenden Vortrag von Studienberaterin Miriam Helbig und Campus-Direktor Michael Wirbel in ihre jeweiligen Interessenschwerpunkte auf. Professoren der vier verschiedenen Fachrichtungen stellen sich und das Studienangebot in einem Workshop vor, erklären die Inhalte, regen zum Nachdenken an und suchen das Gespräch mit den angehenden Studierenden. Abschließend findet ein Get-together mit allen Gruppen statt, das nochmal Raum für Fragen, Anregungen und persönliche Gespräche mit dem Macromedia-Team bietet.


Doch nicht nur für die jungen Teilnehmer, auch für die zahlreichen mitgekommenen Eltern hat sich die private Hochschule ein Programm überlegt. Eltern Talk heißt es, geleitet von Studienberaterin Ruth Flierl und Medienmanagement-Student Felix Meyer. Hier sollen Eltern ihre Werte, Wünsche und Erwartungen an das Studium ihres Kindes äußern und bekommen alle nötigen Hintergrundinformationen.

Besonders interessiert sind sie an Felixs Geschichten, der von seinem Video-Projekt "Art of Love" und dem Umgang mit seinen Dozierenden erzählt: "Ich mag das Persönliche hier. Meine Dozenten kennen mich, meine Stärken und Schwächen. Und sie tun immer alles dafür, dass wir Studenten uns selbst verwirklichen können."

Einschreibeschluss für das Wintersemester ist der 15. August

Das ist auch Campus Direktor Michael Wirbel wichtig: "Es macht einfach Spaß hier zu sein, weil man so viele Gestaltungsspielräume hat, sowohl die Lehrenden als auch die Studenten." Wirbel, der vorher bei Daimler in Stuttgart gearbeitet hat, hat im vergangenen Jahr die Steuerung und Leitung des Campus übernommen, als die ehemalige hKDM mit der Hochschule Macromedia fusioniert ist.

Das Talentcamp, das er als "offenes Haus" bezeichnet, findet unter seiner Leitung an diesem Tag zum dritten Mal statt. Die Studienanmeldung geht zwar auch online und ohne Teilnahme am heutigen Kennenlerntag, trotzdem findet er den persönlichen Kontakt vorab wichtig: "Ich habe das Gefühl, das hilft beiden Seiten in der Orientierungs- und Annäherungsphase." Einschreibeschluss für das Wintersemester 2019/20 ist der 15. August.

Knapp 300 Studierende sind derzeit an der Hochschule Macromedia eingeschrieben, knapp 100 haben im letzten Wintersemester begonnen. Dreiviertel davon kommen aus Freiburg und Umgebung, der Rest ist bunt gemischt aus Deutschland und dem Ausland. "Wir gucken bei der Aufnahme eher auf die Persönlichkeit, als darauf, ob jemand eine 2,8 oder eine 2,7 im Abitur hatte", betont Flierl, die seit Juli 2018 an der Macromedia Hochschule arbeitet und mit zwei anderen Studienberatern die Organisation des Talentcamps übernommen hat.

Von den 90 Anmeldungen sind rund 50 gekommen

Bei der Kalkulation haben sie auf jeden Fall alles richtig gemacht: Sandwiches, Brezen, Müsliriegel, Obst und Getränke sind für die circa 50 Teilnehmer inklusive Begleitpersonen vorhanden. Sogar Fächer gegen die Hitze werden ausgeteilt. "Man weiß nie, wie viele am Ende wirklich auftauchen. Das kommt auch immer auf das Wetter und andere Faktoren an", sagt Miriam Helbig, die mit der Teilnehmerzahl doch ganz zufrieden ist.

Zufrieden scheinen am Ende des Tages auch die angehenden Studenten. Die 19-jährige Daniela, die sich schon für den Studiengang Wirtschaftspsychologie beworben hat, wollte heute einen generellen Einblick in den Ablauf der Hochschule bekommen. "Der Medienmanagement-Workshop war echt hilfreich, ich konnte alle meine Fragen loswerden", so die Freiburgerin. Und auch der 18-jährige Dario, der sich für den Studiengang Musik-Management interessiert, ist von der Hochschule begeistert: "Grundsätzlich könnte ich mir schon vorstellen, hier zu studieren."