Wie war's beim Holi Festival of Colors in Freiburg?

Christin Bassenge & Simon Mundt

Sonne satt und kaum Schatten in Sicht: Zum zweiten Mal fand in Freiburg das Holi Festival of Colors statt. Gut 6.000 Besucher tanzten auf der Messe im Rausch der Farben. Zum Schluss blieb ein Ärgernis.



Erster Eindruck

Um 13 Uhr, also eine Stunde nach Eröffnung des Holi-Color-Festivals, ist der Andrang am Eingang immer noch wahnsinnig groß. Die Besucherzahlen fallen zwar niedriger aus als im letzten Jahr, dennoch füllt sich das Festivalgelände schnell. Am Eingang bekommt jeder, der möchte, einen Mundschutz ausgehändigt.

Das Publikum

Feierlustige Jugendliche bilden die deutliche Mehrheit an diesem Tag. Ausgestattet mit Sonnenbrillen, Caps und weißer Kleidung teilen diese sich in zwei Gruppen: Die Hartgesottenen tanzen trotz brütender Hitze vor der Bühne. Andere wiederum halten sich lieber bedeckt und suchen eifrig nach Schatten.

Die Musik

Etwa vier Stunden lang heizen verschiedene DJs die Stimmung an, bis dann ab 16.30 Uhr die vier groß angekündigten Acts DJ Freez, MC Panjabi, Turntablerockers und MC Fitti nacheinander auftreten. Von HipHop bis Elektro ist für jeden was dabei und der Sound gibt der Stimmung den richtigen Kick.

Kulinarische Highlights

Da das Fest ja ursprünglich aus Indien kommt, darf indisches Essen natürlich nicht fehlen. Neben indischer Falafel und Tschole Reis gibt es aber auch die gute alte Münsterwurst, Crêpes und Pizza. Bezahlt wird auf dem Gelände mit Bons. Die muss man sich vorher besorgen. Wer nicht alle braucht, kann sie beim Verlassen des Geländes wieder gegen Bares eintauschen.

Holi-Farbflash

Der eigentliche Gag des Festivals ist das Herumschleudern von Farbpulver, daher der Name, daher die weiße Kleidung, daher der Mundschutz. Und daher ertönt auch zu jeder vollen Stunde ein Countdown – und es steigen grüne, lila, pinke und blaue Nebelschwaden in die Luft, eine kunterbunte Farbexplosion. Aber so schnell wie der Nebel aufgestiegen ist, so schnell ist er auch schon wieder verschwunden. Zurück bleiben farbverschmierte Gesichter und T-Shirts.

Der Aufreger des Tages

Der Heimweg gestaltet sich äußerst schwierig. Wer nicht mit dem Rad oder mit dem Auto gekommen ist, hat ein großes Problem: Die Busfahrer der VAG haben die Anweisung, keine farbenfrohen Fahrgäste einsteigen zu lassen. "Wegen der Sitze, das geht ja kaum wieder raus", meint einer. Auch die Sitzblockade vor dem Bus nützt nichts und Shuttlebusse sind auch nicht im Einsatz.

Hitzeschlacht auf der Messe

35 Grad und strahlender Sonnenschein geben eigentlich die optimalen Rahmenbedingungen für einen Festivaltag. Allerdings knallt die Sonne so heftig auf das Gelände, dass kaum Schattenplätze zu finden sind. Auch im "Chillout-Zelt" ist fast jede Bank belegt. Zu Gute halten muss man den Veranstaltern aber den kostenlosen Trinkwasserbrunnen, der auch rege genutzt wird.

Fazit

Das etwas "andere" und außergewöhnliche Festival ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ein paar Schattenplätze mehr und das Holi-Color hat Potenzial ein fester Bestandteil im jährlichen Festivalkalender zu werden.

Richtigstellung: In einer ersten Version dieses Artikels haben wir berichtet, dass die Veranstaltung von „mehr als 10.000 Menschen“ besucht worden ist. Tatsächlich wurde das Festival jedoch nur von etwas mehr als 6.000 Menschen besucht. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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Fotos: Simon Mundt

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