Wie war’s bei … der Vorpremiere von ’Star Wars: Die letzten Jedi’ im Cinemaxx?

Eyüp Ertan

Ein bunt gemischtes Publikum, eine tödliche Uhrzeit und verkleidete Zuschauer: So war die Premiere der achten Episode der Star-Wars-Reihe im Freiburger Cinemaxx.

Die Anfahrt

Zugegebenermaßen, gegen Mitternacht und vor allem unter der Woche trifft man in Freiburgs Straßenbahnen nicht allzu viele Menschen an. Je näher die Station Stadttheater rückte, desto mehr fiel ein Pärchen in der Bahn auf - der Grund: Sie war mit einer Prinzessin Leia Frisur unterwegs. Der Verdacht sollte sich bestätigen: Gemeinsam lief man in Richtung Cinemaxx.

Popcorn oder nicht?

Diese Frage stellte sich zumindest noch vor dem Ticketkauf. Spätestens beim Erblicken der Schlangen an sämtlichen Kassen an der Popcorn-Ausgabe stand fest: Heute wird während des Films nichts geknabbert und genascht. Soll ja auch nicht so gut sein um diese Uhrzeit.

Der Andrang

Drei Vorstellungen bot das Cinemaxx in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag an, für die Hartgesottenen gab es zudem noch ab 20.30 Uhr ein Double Feature mit den letzten beiden Filmen. Von den angebotenen 912 Platzen in drei Sälen waren um fünf vor zwölf rund 4/5 verkauft, Tendenz steigend.

Die Uhrzeit

Apropos Uhrzeit – tödlich. Um 00.01 Uhr begannen die drei Vorstellungen im Cinemaxx, zwei auf Deutsch und in 3D, eine auf Englisch, ohne 3D. Je länger der Film dauerte, desto schwerer wurde der Kampf gegen den Schlaf in den Kinosesseln. Am Ende der Vorstellung, um zehn vor drei, blickte man in einige müde Gesichter mit tiefen Augenringen. Aber meist glückliche, müde Gesichter.

Das Publikum

War ein klassisches Kino-Publikum: Anfangs noch viel Getuschel, viel Popcorn-Geraschel, mit der Dauer des Films aber wurde es immer ruhiger. Und nein, es waren weder Schnorchel-, noch Schnarch- oder sonstige Schlafgeräusche zu vernehmen. Spätestens ab dem ersten Lacher beim Auftritt von BB-8 wurden aber jegliche Privatgespräche eingestellt.

Die Verkleideten

Ja, es liefen tatsächlich ein paar Star-Wars-Figuren herum. An der Kasse wurde verraten, das seien nicht nur Zuschauer, sondern extra abgestellte Leute, die sich gerne verkleiden. Die im Übrigen auch für das ein oder andere Selfie zur Verfügung standen.

Die Werbung

Es stellt sich tatsächlich die Frage, ob die Verantwortlichen der Werbung vor dem Film meinen, dass die Zuschauer in einer Filmblase leben. Will heißen: Vor dem Film wurden in dieser Reihenfolge Oasis, Pacific Rim, Lara Croft, Jumanji, Black Panther, Jurassic World und Avengers binnen 20 Minuten vorgestellt - alles eine Mischung aus Science-Fiction und Action-Filmen, in manchen Fällen die Fortsetzung von irgendwelchen Blockbustern, alles ähnlich bunte Welt-Untergang-Szenarien. Vielleicht darf man vor einem Star-Wars-Film auch keine anspruchsvolle Film-Werbung erwarten.

Der Film

War gut. Das war’s an dieser Stelle dann aber auch, sonst bestünde Spoiler-Gefahr. Nur so viel: Die Macht sei mit euch.

Der Flugzeug-Moment

Irgendein*e Zuschauer*in kam auf die Idee, am Ende des Films zu klatschen. Wahrscheinlich klatscht diese Person auch bei der Landung im Flugzeug. Jedenfalls hielt sich der restliche Kinosaal angesichts der fortgeschrittenen Stunden mit jedweder Lärmbelästigung durch etwaiges Klatschen vornehm zurück.

Fazit

Alles an allem ein angenehmer Kinobesuch - auch wenn es nächstes Mal nicht unbedingt die Premiere sein muss. Oder zumindest nicht mehr ohne Mittagsschlaf oder Power-Nap.

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