Wissenschaft

Wie war's bei … der Teilchenphysikshow an der Uni Freiburg?

Luisa Joa

Teilchenphysik? Antimaterie? LHC? Für alle, die nicht in der Materie sind, klingt das erst mal abstrakt. Studierende der Uni Bonn haben eine Teilchenphysikshow mit 25 Experimenten auf die Beine gestellt, um Licht ins Dunkle zu bringen.

Vor der Show

Die Stimmung im großen Hörsaal der Physik in der Hermann-Herder-Straße in Freiburg ist ausgelassen. Der Raum ist rappelvoll. Studierende sowie Ex-Studierende warten gespannt auf den Beginn der Show des physikalischen Instituts der Universität Bonn. Mit der Aufführung "Von Rutherford zu Higgs – Eine Reise durch die Teilchenphysik" wollen Bonner Physikstudierende des 2. Semesters ihre Begeisterung teilen und dem Publikum die Teilchenphysik näher bringen. Und das mit 25 verschiedenen Experimenten in 90 Minuten.

Fragen über Fragen

Wie fing das Universum an? Woraus ist Materie gemacht? Was hat es mit dem Atom auf sich und wie können wir dieses analysieren? Diese Fragen stellen sich Till und Laura aus Bonn und wollen der Sache auf den Grund gehen. Mit Hilfe eines mysteriösen Hausmeisters begeben sie sich auf eine Reise durch Raum und Zeit. Dabei begegnen sie verschiedenen Physikern und Physikerinnen der Vergangenheit, welche sich schon damals die selben Fragen stellten.

Die Zeitreise

1. Station: Manchester 1910

Im Labor des berühmten Professor Ernest Rutherford und seines Assistenten Hans Geiger wird klar: Alles besteht aus Atomen. Die Masse ist also die Summe aller Atome.

2. Station: Kalifornien 1952

Laura und Till treffen auf Professor Ernest Orlando Lawrence und seine weit unterschätzte Assistentin. Der US-amerikanische Atomphysiker hat eine Vorliebe dafür Teilchen zu beschleunigen und wirft das Phänomen der Antimaterie auf.

3. Station: Hamburg 1980

Im Forschungszentrum DESY darf Laura auf einem Lichtgeschwindigkeitsfahrrad fahren, es wird tief in das Proton geschaut und das Quark entdeckt.

4. Station: Cern, Schweiz zurück in der Gegenwart

Laura und Till finden sich im bisher größten Teilchenbeschleuniger der Welt wieder und werden Zeugen davon, wie Teilchen mit zuvor unerreichter Energie zum Zusammenstoß gebracht werden. Kann man so einen Zustand, wie kurz nach dem Urknall schaffen?

Die Experimente

Ob Lautsprecher-Laserdetektor-Experiment, Stoßflammen – mit Mehl und Feuer erzeugt, lila Lichtblitze, die die Star Wars Melodie nachahmen, Streuexperiment oder "Quark-Explosionen" : Teilchenphysik muss nicht abstrakt sein!

Fazit

Mit viel Einsatz, visuellen Effekten und Humor zeigten die Studierenden, dass man – um das "Große" zu verstehen – erst mal klein anfangen muss. Angefangen bei der Frage "Was ist Masse?" und angekommen bei der Entdeckung des Higgs-Teilchen. 25 Experimente später hat man auch als Physik-Laie das Gefühl nicht mehr ganz im Dunkeln zu tappen.
Falls jemand spontan Lust bekommen hat, heute um 18.00 Uhr findet die letzte Vorstellung statt.
  • Wo: Großer Hörsaal der Physik, Hermann-Herder Straße 3