Popchor

Wie war’s bei... der Probe von Twäng! mit Fudders Club der Freunde?

Carolin Johannsen

Ganz ohne Instrumentalbegleitung, aber mit mitreißender Popmusik begeistert der Freiburger A-Cappella-Chor Twäng!. fudder-Mitglieder konnten bei der Probe einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich selbst in Stimmübungen probieren.

Ohne Bewegung keine Musik

Sie wiegen sich von links nach rechts, gehen auf Kommando tief in die Knie, wippen von vorne nach hinten und bewegen sich dabei immer im Rhythmus. Zu Beginn ist es für die Chormitglieder wichtig, sich gut aufzuwärmen. Dazu gehören nicht nur die Stimmübungen, mit denen die Kapelle im Haus des katholischen Jugendbüros ungewöhnlich ausgefüllt werden, sondern auch Bewegungsübungen. "Mehr auf den Ballen stehen", korrigiert Chorleiter Adrian Goldner die Sängerinnen und Sänger, während diese mit stimmlosen Konsonanten ihre Kiefermuskulatur und Zungen lockern und von vorne nach hinten wippen.

Auch die Mitglieder des fudder-Clubs dürfen mitmachen – einige haben sich dem Halbkreis der Chormitglieder angeschlossen und üben sich ebenfalls im Rhythmus-Training.

Eine musikalische Kostprobe

Nach dem Aufwärmen gibt es für die Zuhörer eine musikalische Kostprobe des Chor-Repertoires. Mit "Sucker" von den Jonas Brothers gibt es gleich zu Beginn einen Einblick in ein neueres Stück des Chors. "Wir proben das Stück etwa seit Ostern", sagt Coco, die den Chor vor vier Jahren mitgegründet hat. Danach folgen "Human" von Rag’n’Bone Man und "Riverside" von Agnes Obel – zwei Stücke, mit denen Twäng! schon bei seinem Jahreskonzert überzeugen konnte.



Für die Zuhörer ist es nahezu ein Privatkonzert. Sie sitzen weniger als zwei Meter vom Chor entfernt und profitieren so von einem ganz besonderen Klangeindruck.

Das sagen die Zuhörer

"Ich habe ein Faible für A-Cappella", sagt Andreas aus Freiburg. Seit fast drei Jahren ist er Mitglied in fudders Club der Freunde und findet es "spannend, mal bei einer Probe dabei zu sein". Mit seinen Kolleginnen Eva und Sabine, ebenfalls aus Freiburg, lauscht er mit im Takt wippenden Füßen dem Gesang und schnipst gemeinsam mit dem Chor. "Ich finde es wirklich faszinierend, wie der Chor es schafft, ganz ohne Instrumente solche Klänge zu machen", sagt Sabine. Selbst singt sie nicht in einem Chor und findet es deshalb "krass, wie man so etwas hinkriegt." "Das macht Lust auf ein Konzert", ergänzt Eva.

Der Blick hinter die Kulissen

Einen ganz besonderen Einblick bekommen die Zuhörer im letzten Teil der Probe. Der Chor übt ein vollkommen neues Stück – ein Geburtstagsständchen für einen Unterstützer bei ihrer Crowdfunding-Kampagne. Nach nur dreimal ansingen passt alles und der Song wird aufgenommen. "Es dauert zwischen drei und 20 Proben, bis ein Stück sitzt", erklärt Chorleiter Adrian Goldner später in der Fragerunde mit fudder-Redakteurin Anika Maldacker und den Zuhörern. Jeder hat hier die Möglichkeit, seine Fragen zu stellen. Woher der Name des Chors kommt, was Adrian Goldner für eine Ausbildung hat, warum sich die Sänger so viel bewegen? Gemeinsam mit dem Chor beantwortet der Leiter alle Fragen und vor allem die, die die Zuhörer am meisten interessiert: wann das nächste Konzert ist. Bis dahin hat der Chor noch etwas Probezeit, denn es findet am 5. Oktober in Bruchsal bei den Badischen Chortagen statt.

Neue Sänger gesucht

Twäng! sucht gerade neue Sängerinnen und Sänger. Aktuell werden Sängerinnen oder Sänger in der Stimmlage Tenor 1 gebraucht. Wer Interesse hat, kann sich per Email an ichwillzu@twaeng.de wenden.
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