Konzerte

Wie war's bei ... Bukahara auf dem ZMF?

Inanna Tribukait

Balkan Reggae, Gipsy Folk, Swing, Jazz. Bukahara vermischen mit ihrer Musik vieles und alles davon richtig gut. Wie es bei ihrem Konzert im ZMF-Spiegelzelt war?

Der erste Eindruck

Schon auf dem Weg zum Konzert stehen Menschen am Straßenrand, in der Hand halten sie Tickets: "Suche 2 Karten Bukahara". Das Spiegelzelt ist voll, das Konzert schon lange ausverkauft. Das Publikum ist alterstechnisch bunt gemischt, es sind viele Studierende da, aber auch viele ältere Menschen. Das Zelt summt von der Erwartungshaltung vor dem Konzert und sobald die Band auf die Bühne kommt und die ersten Takte spielt, sind sofort alle in Bewegung.

Die Setlist

Das Arrangement ist top, dabei spielt die Band sowohl die beliebtesten Songs als auch etwas unbekanntere von älteren Alben. Geschickt wechseln sich dabei Höhen und Tiefen ab, Tanzlieder und schnelle Rhythmen mit Balladen. Das Publikum ist mit Begeisterung dabei und tanzt von Anfang an mit.

Das Bühnengebahren

Die Musiker sind voll dabei und kommen bereits mit breitem Lächeln auf die Bühne. Sie haben einfach Spaß am Spielen und das wird deutlich. In vielen Bands gibt es Ausnahmekönner, die die Band tragen. Bei Bukahara ist es schwer, einen davon festzumachen. Alle wechseln mehrfach während des Konzertes die Instrumente, die Musik bleibt jedoch immer akustisch.

Die Instrumente, die sie spielen, beherrschen sie auch und jeder gibt im Laufe des Konzertes mindestens ein Solo. Bläser Max von Einem wechselt von Trompete zu Tuba zu Drums, Ahmet Eid spielt Kontrabass, trommelt und singt einmal auf Arabisch. Avi Schneider spielt Geige und singt auf Deutsch, Soufian Zoghlami ist Gitarrist und singt auf Englisch.

Was in Erinnerung bleibt

Bukahara kommen aus Köln, aber Internationalität ist Teil der Band und auch der Musik, mit ihren Einflüssen aus Gypsy Folk, Balkan-Jazz, Reggae und Swing. Vor dem Song "No" macht Sänger und Gitarrist Soufian Zoghlami ein deutliches Statement gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung. Später holen die Musiker noch Teile ihrer Crew, einen Mitbewohner und einen Bruder auf die Bühne und rufen das ganze Zelt zum Schunkeln auf.

Fazit

Bukahara tragen bunte Kleider, spielen viele Instrumente, kommen aus verschiedenen Orten und ihre Musik ist voll von Einflüssen aus verschiedensten Ländern. All das schaffen sie zu vereinen und man merkt, dass sie die Musik lieben und das färbt ab.

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