Wie war’s bei... Bricks 'n' Sticks live at Mac 'n' Jam?

Eyüp Ertan

Bricks 'n' Sticks live at Mac 'n' Jam – so wurde die Jam-Session im Freizeichen am Donnerstagabend angekündigt. Heraus kam ein entspannter Abend mit spontaner und sehr facettenreichen Livemusik in entspannter Umgebung.

Das Publikum

Saß mit einem Bier in der Hand zur Hälfte auf dem Boden, mit einem Sicherheitsabstand vor der Bühne, oder stand zur anderen Hälfte noch eine Reihe weiter dahinter. Es wurde einfach zugehört und genossen, irgendwelche Handys, mit denen für Instagram oder dergleichen gefilmt wurde, waren nicht zu sehen.

Die Musiker

Hatten vor allem Spaß. Viel Kommunikation herrschte auf der Bühne nicht, lediglich Tonartwechsel wurden besprochen. Blickkontakte regelten meist, wer als nächstes für ein Solo loslegen durfte. Die Besetzungen und Formationen variierten in einem unregelmäßigen Rhythmus, wer Lust hatte und auf der Bühne gerade ein Platz frei wurde, konnte mitjammen. Und dafür, dass alles just in dem Moment entstand, lieferten die Musikerinnen und Musiker eine sehr gute Performance ab.

Die Musik

Facettenreich. Sobald jemand Neues mit auf der Bühne einstieg, entwickelte sich die Musik automatisch in eine neue Richtung. Von den "Standard"- Instrumenten Gitarre und Schlagzeug, über einen Trompeter bis hin zur Melodica war sehr viel vertreten. Das machte den Abend auch so spannend und abwechslungsreich: Jeden Moment konnte sich die Musik ändern, quasi jede Sekunde entstand was Neues, etwas Anderes.

Der Aufreger der Abends

Das Miteinander auf der Bühne klappte wie bereits erwähnt fast immer ganz gut. Manch ein Musiker glaubte aber, den Grundstein für seine Solokarriere legen zu müssen. Soll heißen: Wenn bei zwei Sängern auf der Bühne ausschließlich einer singt und meint, seine Nebenfrau zur Background-Sängerin degradieren zu müssen, ist wohl der Grundgedanke der Jam-Session verfehlt worden. Das war aber auch der einzige Aufreger des Abends.

Die Atmosphäre

Locker entspannt – was vor allem auch auf die Location des Freizeichens zurückzuführen ist. Wem es drinnen für einen Moment zu viel wird, der kann raus, auf die Sofas. Aber auch drinnen herrschte eine locker entspannte Atmosphäre; die Musiker hatten ihren Spaß auf der Bühne, die Zuschauer im Publikum (hoffentlich) ebenfalls.