Wie war der Abistreich am Rotteck-Gymnasium?

Jasper Friedel

Die Abiturienten des Rotteck-Gymnasiums haben gestern ihren Abistreich inszeniert. Die Lehrer mussten unter anderem blind kicken, Bobbycar fahren und sich mit Schülern eine Wasserpistolenschlacht im Einkaufswagen geben. Jasper hat all das beobachtet und berichtet auch, warum der Streich so schnell vorbei war.



Strahlende Sonne, Hitze und ganz viel Wasser hat es gestern Mittag beim Abistreich am Rotteck-Gymnasium gegeben. Überall liefen Menschen mit diversen Wasserbehältern herum, von der Mülltonne bis zum Plastikbecher war alles vertreten. Für die Lehrer, die sich bereit erklärten, dabeizusein, gab es für die Zeiten zwischen den Spielen einen VIP-Bereich, in dem Brezen und Getränke bereitstanden.


Im ersten Spiel drehten die Abiturienten den Spieß um und ließen die Lehrer ein Kennenlernspiel im Stuhlhalbkreis spielen, bei dem sich die Teilnehmer nach Geburtstag aufstellen mussten. Während die eine Gruppe diese Aufgabe in kürzester Zeit und fehlerlos meisterte, brauchte die andere Gruppe länger und machte zwei kleine Fehler.



Weiter ging es mit einer Hip Hop-Performance von Herr Fischer. In seinem Unterricht ist es Tradition, das sogenannte Rap-Huhn zu lernen, das jeder seiner Schüler mehr oder weniger beherrscht. Jetzt wurden die Rollen getauscht und er selbst performte das Rap-Huhn mit Unterstützung eines Schülers aus dem Publikum, der im Rhythmus beatboxte.



Dann stand ein Abi-Streich-Klassiker an: Blind Kick, Fußball mit verbundenen Augen. Sofort bildete sich eine Ansammlung von Fans am Spielfeld, das durch Tische abgegrenzt war. Großartige Stimmung. Das Spiel endete 3:0.



Das vierte Spiel bildete ein Bobbycar-Rennen. Ein Junge und ein Mädchen aus dem Abi-Jahrgang traten gegen einen Lehrer und eine Lehrerin an. Der Abiturient lag klar vorn und gewann mit beachtlichem Abstand gegen die Lehrer und seine Abi-Kollegin.

Zwischendurch ergriff der Schulleiter das Wort, um, leider taktisch ein wenig ungünstig, zu verkünden, dass aufgrund der Hitze die Schule um 13 Uhr enden würde. Das bewegte ungefähr die Hälfte der zu diesem Zeitpunkt noch anwesenden Schüler zum Gehen. Zum Schluss waren nur noch circa ein Fünftel der ursprünglichen Zuschauer vor Ort und deshalb beschlossen die Organisatoren des Streichs nach dem Finalspiel "Takeshis Castle" den Streich abzubrechen.



In diesem Spiel saßen ein Abiturient und ein Lehrer jeweils in einem Einkaufswagen, der von einem anderen Team-Mitglied geschoben wurde. Das Ziel des Spiels war es, mit einer Wasserpistole ein Blatt Papier zu zerschießen, das vorne am gegnerischen Wagen festgemacht ist.

„Wir sind nicht so zufrieden. Eigentlich hatten wir noch ein Familienduell und einige andere Dinge geplant, aber dazu hätten wir deutlich mehr Publikum gebraucht“, so Leonie aus dem Abijahrgang.  

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