Wie viel Haargel passt in eine Frisur?

Adrian Hoffmann

Da muss man erst mal drauf kommen. Jan Frösler, Alexander Dierich und Franz Schmidt aus Dinslaken, drei Studenten Anfang 20, gehen Fragen auf den Grund, über der Antworten wohl noch nie zuvor jemand nachgedacht hat -  wegen ihrer Trivialität, wie sie auf ihrer Website Izetit.de (Institution zur Erforschung total interessanter Tatsachen) schreiben. Es geht um Fragen wie: Wie viel Haargel passt in eine Frisur? Wie hoch ist der Haut bzw. Fahrzeuganteil in einer Ausgabe des Playboys? Wie viel Alufolie braucht man, um ein Auto einzuwickeln? Ein Interview:





Was war euer letztes Projekt?

Jan Frösler: Wir haben herausgefunden, wie teuer Obstkerne sind, das heißt, wie viel Geld man eigentlich an die Kerne verschwendet, wenn man sich Obst kauft.

Wie kommt man auf solche abgefahrenen Ideen?

Jan: In der Regel setzen wir die Ideen unserer Leser um. Die erhalten wir entweder per Mail oder durch das Gästebuch.

Warum macht ihr das alles?

Jan: Es dürfte an einer Mischung aus unstillbarem Wissensdurst und sprichwörtlicher Sucht liegen.

Ihr meint: Es ist euch besonders langweilig?

Jan: Ja, das kann man so sagen.

Wie kam es überhaupt dazu?

Jan: Nun, vor lauter Langeweile, wie wir sie als Schüler damals von Zeit zu Zeit hatten, hat sich Alex gefragt, wie viel Gewicht wohl ein Baguette aushalten würde. Wir haben uns dann zu dritt überlegt, wie wissenschaftlich man solch einen Schwachsinn aufziehen könnte (Clever, Brainiacs und Konsorten gab es damals noch nicht im deutschen Fernsehen), und haben beschlossen, I.Z.E.T.I.T. zu gründen.

Wegen Startschwierigkeiten innerhalb des Teams ist aus dem Baguette-Projekt jedoch nie etwas geworden, daher haben wir andere Ideen gesammelt, und diese verwirklicht. Das war zum Beispiel die Sache mit dem Haargel: Wie viel Haargel passt in eine Frisur?

Was macht ihr genau? Ich nehme an: studieren...

Jan: Alex studiert Maschinenbau, Franz bildet sich gerade zum Optiker aus(und kann uns hoffentlich später mit ausreichend Schutzbrillen versorgen) und ich studiere Wasser.

Wie viele Projekte hattet ihr bisher?

Jan: 38 sind auf unserer Seite Izetit.de veröffentlicht, durchgeführt haben wir aber ein paar mehr.

Wie laufen die ab?

Jan: Wenn die Fragestellung da ist, überlegen wir uns, wie wir den jeweiligen Sachverhalt am besten durchleuchten können. Dann wird das nötige Material besorgt und einfach so losgeforscht, wie man es auf unserer Homepage sehen kann.

Auf was legt ihr besonderen Wert?

Jan: Auf ausreichende Sicherheit, sprich Schutzkleidung!

Wer bezahlt das Material?

Jan: Wenn es nicht gerade gesponsert wird, teilen wir die Unkosten unter uns auf.

Wo macht ihr eure Experimente?

Jan: Die meisten führen wir in unserem I.Z.E.T.I.T.-Labor durch, nur wenn es mal nicht anders geht, weil das Projekt viel Dreck macht oder bestimmte Räumlichkeiten erfordert, weichen wir auch mal auf andere Forschungsorte aus.

Welches Projekt hat euch besonders gefallen?

Jan: Ach, da gibt es so viele. Der Schwimmanzug war lustig, und das Gefühl, an die Wand geklebt zu werden, ist auch nicht ohne!

Wie groß ist euer Team?

Jan: Das I.Z.E.T.I.T.-Team besteht traditionsgemäß aus drei Forschern und einer Laborkatze. Gastauftritte, wie Praktikanten oder Groupies, passieren aber auch mal ab und zu.

Wer ist für was zuständig?

Jan: Bei den Projekten bringt jedes Teammitglied gleich viel ein. Um die Homepage kümmere ich mich alleine.

Wie sieht das nächste Projekt aus?

Jan: Wir wollten schon immer einmal wissen, ob die Erde wirklich eine Scheibe ist...