Wie verschwinden rote Foto-Augen?

Christoph Wendt

Rote Augen auf Blitzlichtfotos? Egal ob bei Urlaubsbildern oder Partypics - oft kommt es vor, dass "rote Augen" schöne Aufnahmen zerstören. Chris (Foto oben: rechts) hat einige Tipps gesammelt, wie man rote Blitzlichtaugen von vornherein beim Fotografieren verhindern kann - beziehungsweise wie ihr sie später bei der Bildbearbeitung am PC beseitigen könnt.



Vorbeugen beim Fotografieren

Vorweg: "Rote Augen" entstehen gewöhnlich immer nur in einer dunklen Umgebung. Beim Fotografieren wird das Licht des Blitzes durch die lichtdurchlässige Pupille an der roten Netzhaut reflektiert und gelangt somit wieder ins Objektiv. Je weiter die Pupille geöffnet ist, desto mehr Licht kann an in Netzhaut gelangen und somit in Richtung Objektiv reflektiert werden, so wirken die "roten Augen" größer. Wenn also Objektiv und Blitz auf einer Achse liegen, so ist die Wahrscheinlichkeit eines Rote-Augen-Fotos sehr hoch.

Eine Möglichkeit, diesem ärgerlichen Phänomen vorzubeugen, besteht darin, den Blitz vom Objektiv entfernt aufzustellen. Somit wird der Objektiv-Auge-Blitz Winkel vergrößert und die Wahrscheinlichkeit, dass man sich später über "rote Augen" ärgert, verringert. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, einen Vorblitz einzusetzen. Bei diesem Vorblitz schließt sich die Pupille - beim eigentlichen Blitz kann nur wenig Licht von der roten Netzhaut zum Objektiv reflektiert werden, der "Rote-Augen-Effekt" bleibt in der Regel aus. Bei fixierten Blitzen solltest du einfach näher an die Person herantreten oder das Gesicht nicht frontal fotografieren.

Nachbearbeitung am PC

Man kann die roten Nerv-Augen natürlich auch nachträglich bei der digitalen Bildbearbeitung am PC mit wenigen Mausklicks beseitigen.

1) Für Anfänger:
Am schnellsten und unkompliziertesten geht das mit Grafikprogramm "Image Analyzer 1.26", hier kannst du im Handumdrehen roten Augen den Garaus machen. Das Programm ist kostenlos und schneidet im Entfernen von Roten Augen erstaunlich gut ab.
  • Schritt 1: Programm und Languagepaket downloaden und installieren.
  • Schritt 2: Auge makieren.
  • Schritt 3: "Alt+E".
2) Für Fortgeschrittene:

Wer mehr Funktionen für die Bildbearbeitung benötigt, sollte sich das empfehlenswerte Bildbearbeitungsprogramm (Freeware) Photo Filtre runterladen. Die ebenfalls kostenlose Grafiksoftware lässt einen großen gestalterischen Spielraum und ist dennoch leicht zu bedienen.

Bei diesem Programm sollte man zunächst das gewünschte Auge stark vergrößern. Als nächstes wird mit dem runden makierungswerkzeug der rote Bereich makiert.

Die Sättigung sollte so lange verringert werden, bis sich der markierte Bereich grau gefärbt hat. Als letzten Schritt gilt es, dem Grau durch eine niedrigere Helligkeit einen nahezu schwarzen Ton zu geben. Wem das zu aufwendig ist, kann die roten Augen auch mit dem "Red Eye Removal"-Plugin entfernen. 

3) Für Profis:
Für die professionelle Bildbearbeitung eignet sich (das allerdings ganz schön teure) Adobe Photoshop. Und so wird’s gemacht:

Zuerst sollstest du das Auge vergrößern, um präziser arbeiten zu können. Wähle nun das Schwamm-Tool in der Werkzeugleiste an. Der Durchmesser des Schwamms sollte etwa der Größe des roten Berreichs des Auges entsprechen. Klicke solange auf dieser Stelle, bis der rote Bereich nicht mehr sichtbar ist.



Nun noch 2-3 mal mit dem Nachbelichtungs-Tool (Bereich auf Mitteltöne und die Belichtung auf 50%) auf der selben Fläche klicken und die roten Augen sollten restlos korrigiert sein.

...und das sollte es dann auch schon gewesen sein. Viel Spaß beim Ausprobieren!