Wie schmeckt die Schwarzwälder Woche in der Mensa? (3): Badische Grießschnitte mit Sauerkirschen

Ines Tondar

Diese Woche ist Schwarzwald-Woche in der Mensa. Wir haben echte Schwarzwälder in die Mensa geschickt, die das Essen rezensieren: Wie war's, wie sah das aus, wie "Schwarzwald" war das? Heute, Mittwoch: Badische Grießschnitte mit Sauerkirschen.



Was gibt’s?

Badische Grießschnitte mit Sauerkirschen. Für 1,65 € bekomme ich zwei große Stücke angebratenen Grießbrei getränkt in einer Kelle Sauerkirschen mit Soße.

Wie lange musste man warten?

Der Eingang der Mensa  ist um kurz nach zwölf  total  verstopft.  Die  Schlangen  für  die anderen Gerichte  reichen bis auf die Straße und ich bin gespannt, wie viele sich für die Grießschnitte    entscheiden. Nachdem  ich mich an  allen sehnsüchtig wartenden Sauerbraten-Essern vorbei drängeln konnte, finde ich ganze vier Menschen in  der Schlange vor mir. Sie haben es entweder eilig oder sind Vegetarier. Keine zwei Minuten später bin ich stolze Besitzerin eines schnellen Tellers.

Wie sah das aus?

Goldbraun gebackene Grießschnitten in einem See aus feuerroten Sauerkirschen und Soße: ein echter Hingucker.

Wie Schwarzwald war das?

Ich kenne traditionelle „Grießpfludde“, wie meine Oma sie immer nannte, mit Zimt und Zucker, dazu  wurde  statt  der  Sauerkirschen eher süßes Zwetschgenmus serviert. Da  es jetzt als Hauptmahlzeit gedacht ist, kommen mir die weniger süßen Kirschen heute ganz gelegen. Für 1,65 € ein Schnäppchen und mit Kirschen nicht weniger Schwarzwald wie mit Zwetschgen. Sowohl früher  als  auch heute sind Grießschnitten ein preiswertes Essen.

Damals aßen die Menschen es, weil sie sich kein Fleisch leisten konnten. Heute, weil sie fleischlos glücklich sind oder für Fleischgerichte länger warten müssten.

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