Wie sauber sind Freiburgs Seen?

Nikolai Worms

Der Flückinger See im Seepark, der Opfinger See, der Niederrimsinger Baggersee: Im Sommer und besonders zur Ferienzeit dienen diese und andere Seen als beliebte Abkühler. Aber wie ist es in diesem Sommer um die Wasserqualität der Badeseen bestimmt? Niko hat beim Umweltschutzamt nachgefragt.



Wer diesen Sommer in Baggerseen paddeln, in Waldseen hopsen oder sich in sonstige Gewässer stürzen möchte, der muss sich um seine Gesundheit, zumindest in Bezug auf mikrobiologische Belastungen, keine Sorgen machen.


Ralf Zähringer, stellvertretender Amtsleiter des Umweltschutzamts Freiburg, stellt allen Seen ein gutes Zeugnis aus: "Bis auf den Waltershofener See, der wegen zu hoher Belastungen zum Baden gesperrt ist, sind alle geprüften Gewässer nur gering bis mäßig belastet und in einem guten Allgemeinzustand. Alle Gewässer sind zum Baden freigegeben, anderenfalls würden die Bürger natürlich umgehend benachrichtigt." Die geringe bis mäßige Belastung entspricht der zweit- beziehungsweise drittbesten Qualitätseinstufung für Gewässer.

Die Seen werden vom Gesundheitsamt wöchentlich überwacht, in den heißen Sommermonaten sogar zweimal pro Woche. Trotzdem kann es bei stehenden Gewässern schnell zu einer fortschreitenden Eutrophierung mit starkem Algenwuchs und mikrobiologischer Belastung für Menschen kommen. "Im Seepark ist das zwar nicht offensichtlich, doch findet auch hier ein ständiger Austausch des Wassers statt, der der Eutrophierung entgegenwirkt. Es existiert, wie in den meisten anderen Baggerseen auch, eine Grundwasserspeisung des Sees. Diese ist auf den ersten Blick nicht sichtbar, im konkreten Fall des Flückinger Sees im Seepark findet ein ständige Erneuerung durch einen grob von Ost nach West laufenden Grundwasserstrom statt", so Ralf Zäringer.

Die Dreisam hat eine insgesamt gute Wasserqualität, auch wenn fließende Gewässer generell schlechter analysierbar sind. Flußaufwärts gibt es keine nennenswerte Industrie, das Flüsschen leidet in heißen Sommermonaten deshalb häufiger unter Wassermangel denn unter nennenswerter Verschmutzung.

Aber was hat es mit den Warnschilder im Seepark auf sich, die Schwimmer vor dem Befall von Saugwurmlarven warnen? "Die Saugwürmer kommen in allen stehenden Gewässern vor und befallen normalerweise die dort lebenden Stockenten. Manchmal werden allerdings auch menschliche Schwimmer als Fremdwirt von den Saugwürmer heimgesucht. Der Befall kann sich, abhängig von der Person, in unangenehmen Hautausschlägen äußern." Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr besteht aber laut den Warnschildern aus dem Seepark nicht.

Und, Herr Zähringer, wie siehts aus, würden Sie persönlich im Seepark schwimmen gehen? "Ja, ohne Bedenken." Ein besseres Zeugnis kann es ja wohl nicht geben.

Mehr dazu:

fudder.de:Badeseen-Test