Wie macht man eigentlich Frieden?

Helena Barop

Darüber zerbrechen sich nicht nur die Mächtigen der Welt den Kopf. Irak, Afghanistan, Libanon, Gazastreifen - die Nachrrichten sind voll von Krieg und Terror. Von Frieden ist da selten die Rede. Die Fotografen von "Peace Counts" haben genauer hingeguckt und Friedensmacher in Krisengebieten gesucht. Ihre Fotos sind ab Freitag in Freiburg zu sehen.



Die Fotoausstellung "Die Erfolge der Friedensmacher" soll Mut machen. Sie zeigt Menschen, die über alle Barrieren und Hindernisse hinweg versuchen, feindliche Lager zu versöhnen. "Frieden ist machbar" ist die Botschaft von Michael Gleich, dem Koordinator des Projektes. Die Fotos, die in den vergangenen drei Jahren überall auf der Welt entstanden sind, zeigen moderne Helden.


Niemand kann von heute auf morgen Weltfrieden herbeizaubern. Umso wichtiger ist es, die kleinen Schritte zu würdigen, damit aus Enttäuschung nicht Resignation wird. Ein Benediktinerkloster in Jerusalem, in dem sich Juden und Palestinenser auf neutralem Grund gegenübertreten können. Ein Schiff auf dem die Krisen der Weltpolitik analysiert werden. Zwei ehemalige nordirische Terroristen, die heute Jugendarbeit leisten. Es gibt sie, die kleinen Erfolge.

Über die Fotoausstellung will die Organisation vor allem Jugendliche erreichen. Das Institut für Friedenspädagogik Tübingen bietet parallel zur Ausstellung außerdem Programme für Schüler an, bei denen darüber geredet wird, wie man Frieden macht. Bei der Beschäftigung mit den Erfahrungen von Friedensstiftern sollen sie eigene Ideen entwickeln. Das halbtägige Programm richtet sich vor allem an Schulklassen ab Jahrgangsstufe 9 und kann für die gesamte Dauer der Ausstellung wahrgenommen werden.

Mehr dazu:

Was: Peace Counts –Die Erfolge der Friedensmacher. Ausstellung und Schulprojekt in Freiburg
Wo: Landeszentrale für Politische Bildung Außenstelle Freiburg Bertoldstr.55 79098 Freiburg
Wann: 25.06.-20.07 2007
Eröffnung: 22.06.2007 19.00 Uhr

Peace Counts: Website
für Schulklassen: Informationen
Anmeldung: ausstellung@friedenspaedagogik.de