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Wie können Sternschnuppen am Himmel auch nach oben fliegen?

berk

"Alle Sternschnuppen fallen vom Himmel zur Erde herunter," sagt Thomas Presper, Leiter des Freiburger Planetariums. Und trotzdem erscheint es vom Boden aus manchmal auch so, als ob sie nach oben fliegen.

Presper erklärt, wie Sternschnuppen entstehen: "Es sind Staubteilchen, die sich mit hoher Geschwindigkeit der Erde nähern. Beim Eintreten in die Erdatmosphäre werden sie stark abgebremst. Dabei wird die Luft im Eintrittskanal zum Leuchten angeregt." Wir sehen also nicht die Staubteilchen selbst, sondern leuchtende Luft. Zu manchen Zeiten treten gehäuft Sternschnuppen auf, weil die Erde dann gerade ein Staubband im Sonnensystem kreuzt. Obwohl die Staubteilchen parallel zueinander in die Erdatmosphäre eintreten, wirkt es für uns von unten betrachte, als ob sie aus einem Punkt heraus in alle Richtungen – und so auch nach oben – auseinanderfliegen. Dies ist, so Presper, aber nur ein perspektivischer Effekt, der auch bei einem Sonnenuntergang auftritt, wenn die Sonne durch lockere Wolken scheint: "Obwohl die Sonnenstrahlen quasi parallel auf die Erde treffen, sehen wir sie als Strahlenbüschel, aus dem heraus scheinbar einige Strahlen auch aufwärts verlaufen."


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