Wie gefährlich ist Shisharauchen?

Nadine Paulus

Shisharauchen ist beliebt bei Jugendlichen und ein Trend, den die Polizei mit Sorge beobachtet. "Die gesundheitlichen Risiken werden dabei oft unterschätzt", meint Kriminalhauptkommissar Gerhard Beck. Heute Abend leitet er zu diesem Thema eine Infoveranstaltung am Theodor-Heuss-Gymnasium. Vorab haben wir ihm drei Fragen gestellt.



Herr Beck, was soll am Shisharauchen so gefährlich sein?

Es ist ein Irrglaube, dass man beim Rauchen von Wasserpfeifen weniger Schadstoffe aufnimmt, als beim Zigarettenrauchen. Laut einigen Fachzeitschriften enthält eine Shisha-Sitzung den Rauch von 60 Zigaretten. Shisharauchen wird auch als Turborauchen bezeichnet, denn es wird viel bewusster und intensiver geraucht und die Lunge nimmt viel mehr Schadstoffe auf.

Wie groß ist das Suchtpotential?

Da gibt es zwei Aspekte. Zum einen kann Shisharauchen, wenn man es öfters macht, ebenso süchtig machen wie Zigarettenrauchen. Das andere Problem ist die Gruppendynamik: Shisharauchen als Gruppenerlebnis kann ebenfalls zu einem suchtähnlichen Verhalten führen.

Was wollen Sie mit Ihrer Infoveranstaltung erreichen?

Ich will mit den Schülern das Thema behandeln und über die Gefahren informieren. Die Jugendlichen kennen oft nur die positiven Aspekte, das gemütliche Zusammensitzen beim Shisharauchen und so. Das ist alles schön und gut, aber man muss auch die andere Seite sehen. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er unter diesen Bedingungen weiterhin Shisha rauchen möchte oder nicht.



Mehr dazu:

Was: Infoabend "Shisha - Zwischen Aroma und Sucht?"
Wann:Heute, Montag, 9. November 2009, 20 Uhr
Wo: Foyer des Theodor-Heuss-Gymnasiums, Andreas-Hofer-Str. 1