Wie Freiburgs Polizei auf die WM-Wehrmachtshelme reagieren würde

Adrian Hoffmann

Werden holländische Fußballfans zur WM mit orangenen Wehrmachtshelmen durch Freiburg spazieren? Die Freiburger Polizei hat heute im Badenova-Stadion ihr Sicherheitskonzept zur Fußball-WM vorgestellt. Wir haben gefragt, wie sie mit den geschmacklosen Wehrmachtshelmen umgehen würde.



Freiburgs Polizei wäre es natürlich am liebsten, wenn die holländischen Fans die umstrittene Kopfbedeckung überhaupt nicht nach Freiburg mitbringen würden. “Wir wollen verhindern, dass sie damit auftauchen”, sagt Heiner Amann, Leiter der Freiburger Polizeidirektion, die in engem Kontakt zum holländischen Fußballverband steht. Allerdings könne den Fans das Tragen dieser dubiosen Fanartikel letztlich nicht verboten werden. “Und genau da liegt das Problem”, sagt Amann.


Das Vorgehen der Polizei wird, so Amann, folgendermaßen aussehen: Fallen den Polizisten Fans auf, die solche Plastik-Wehrmachtshelme tragen, werden sie die Fans darum bitten, diese abzunehmen. Falls sie sich darauf nicht einlassen, wird die Polizei aber nichts tun. “Dazu haben wir keine rechtlichen Mittel”, sagt Amann. Falls das Auftreten holländischer Fans mit diesen Fanartikeln zu einer aggressiven Stimmung führen sollte, werde man im Einzelfall eingreifen. “Ich gehe aber davon aus, dass diese Sache hier nicht zu einem Problem werden wird.” Wer setze sich diesen hässlichen Pott denn schon freiwillig auf?

Der holländische Fußballverband will das Tragen der Helme in den Stadien untersagen.

Wir von fudder haben uns bereits vor einigen Wochen überlegt, wie wir auf die Wehrmachtshelm-Fanartikel reagieren können. Heraus gekommen ist unsere Aktion "Wehrmachtshelme sind Käse" (Foto unten).


Die Polizei wird einiges zu tun haben, wenn die holländische Fußball-Nationalmannschaft ihr Quartier in Hinterzarten bezieht. 250 bis 300 Polizisten sollen im Einsatz sein, sagte Erwin Hetger, Landespolizeipräsident, bei der heutigen Pressekonferenz. Ein Teil der Polizisten werde sogar aus den Niederlanden nach Südbaden kommen, weil diese ihre gewaltbereiten Fans recht gut kennen. Amann rechnet mit 10.000 Fans plus x, die sich während der WM in der Regio aufhalten. Ein mögliches Bedrohungspotenzial durch Terroristen hält Hetger für weniger groß als bei den WM-Teilnehmerländern USA und England.