Wie ein zukünftiger Freiburger die Blind Auditions bei "The Voice of Germany" rockte

Antonio Jung

Mark Forster schließt die Augen, Michi Beck und Smudo ahmen begeistert seinen Spielstil nach und Michael Patrick Kelly hat seine Chance verpasst. Der zukünftige Freiburger Eros Atomus hat die Jury von "The Voice of Germany" begeistert.

Der 18-jährige Eros Atomus Isler hat nicht nur einen außergewöhnlichen Namen, er ist auch ein außergewöhnlicher Musiker. Mit seiner Interpretation von dem Song "Bette Davis Eyes" hat der zukünftige Freiburger die Jury bei seinem Auftritt am Donnerstagabend in den Blind Auditions der Castingshow The Voice of Germany überzeugt.


"Er hält die Gitarre falsch. Jemand muss ihm sagen, dass er die Gitarre falsch hält!", ruft Moderator Thore Schölermann, als sich Eros auf dem Stuhl für seinen Auftritt bereit macht. Tatsächlich liegt seine Gitarre flach auf seinem Schoß. Nach dem ersten gespielten Zupfmuster wird aber klar: Eros spielt die Gitarre absichtlich so. Erste beeindruckte Zuschauerjubel hört man im Hintergrund.

Eros zieht bald nach Freiburg

Ein letztes Mal fährt sich Atomus durch sein langes Haar, dann beginnt er mit rauer, gefühlvoller Stimme die ersten Textzeilen. Nur wenige Sekunden später dreht sich schon der erste Stuhl um. Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier bewegen sich begeistert zum Takt. Mark Forster schließt die Augen, lehnt sich zurück, genießt die Stimme von Eros Atomus. Auch sein Stuhl dreht sich. Das zweite von vier Juryteams hat gebuzzert.

Eros Atomus Isler gehört mit erst 18 Jahren zu den jüngsten Teilnehmern von The Voice of Germany und hat bereits in den Niederlanden, in Amerika und China und auf Curaçao gelebt. In der Show hat er sich noch als Flensburger vorgestellt – Eros studiert dort Informatik – , allerdings wird er bald zum Freiburger: Weil seine Eltern hier leben, hat er sich dazu entschlossen, auch in den Breisgau zu ziehen. Ende des Jahres soll es laut Pressemitteilung soweit sein.

Eros entscheidet sich für Team "Michi Beck und Smudo"

Immer wieder klopft Eros zu seinem Saitenschlag und Zupfmuster auf den Korpus seiner Gitarre. Mit diesem Stil, den Eros selbst als handgemachten Akustik-Indie-Rock beschreibt, begeistert er die Jury und die Zuschauer. Mit kraftvoller, lauter und fast schon rockiger Stimme stimmt Eros ein letztes Mal "Oh Bette Davis Eyes" an. Da Catterfeld und Kelly von dem abrupten Ende überrascht wurden und eigentlich noch buzzern wollten, ärgern sich beide mächtig darüber, zu lange gewartet zu haben.

Catterfeld entschuldigt sich deshalb bei Eros. Dieser bedankt sich artig und fügt keck hinzu, dass er ohnehin nicht zu ihr gewollt hätte. Die ganze Halle lacht. Spätestens, nachdem Eros auf Wunsch Mark Forsters einen zweiten, eigenen Song "Fire" singt, ist sich die Jury einig: Eros könne über "die Show hinaus ganz groß werden". Vorerst groß werden möchte Eros aber mit Michi Beck und Smudo, für deren Team er sich entschied. Eines scheint sicher: Wir werden in Zukunt von Eros noch Einiges hören.
Noch bis zum 16. November 2018 strahlen Pro 7 und Sat 1 die Blind Auditions der Castingshow aus. Danach gibt’s Eros wieder zu sehen: Er muss sich in den Battles gegen seine Teamkollegen beweisen.

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema: