"Widerlicious": Maliks Rap gegen Koks

Manuel Lorenz

Jede Musik hat ihre Droge: Metal Alkohol, Techno Extasy und Hiphop Cannabis. Jedenfalls war das früher so, denn mittlerweile scheint zumindest in der Hiphop-Szene eine Droge immer beliebter zu werden, die dort lange verpönt war: Kokain. Der Freiburger Rapper Malik findet das widerlich. Und hat einen Song darüber geschrieben.



"Früher haben wir ein bisschen was getrunken und ab und zu einen Johnny geraucht", sagt Malik. "Kokain haben wir verpönt." Heute würde die Droge von immer mehr Rappern besungen und verherrlicht. Bestes Beispiel dafür sei die Dealer-Hymne "Kokain-Massaka" von Massiv und Haftbefehl, wo es im Refrain heißt: "Ich bin der Grund warum es schneit, und all die Rapper wieder zieh'n." (Drogenmäßig hat jener Track noch mehr zu bieten. An anderer Stelle heißt es: "Guck, wie ich die Hero-Nadel durch deine Pulsadern ramm'. Ich werf' den Flammenwerfer an, du liebst den Klang, wenn ich Crack koch'.")


Malik glaubt, dass die 13-Jährigen, die sich solche Videoclips anschauen, nicht unterscheiden könnten, ob das jetzt Spaß oder Ernst sei. Mit seinem neuen Song "Widerlicious" will er gegen diesen Missstand anrappen. "Was nicht heißt, dass ich keinen Track mit Massiv machen würde."

Malik - Widerlicious - OFFICIAL VIDEO (HD)

Quelle: YouTube
[youtube VUVFhqzKI18 nolink]

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