Which fruit floats?

Lorenz Bockisch

Schon gewusst, was Kranbeeren sind? Das ist eine deutsche Bezeichnung für die Große Moosbeere. Bekannter ist sie unter ihrer englischen Bezeichnung Cranberry, sowohl als irische Band der 90er, als auch als Thanksgiving-Diner-Zutat in Amerika. Und sie hat interessante Besonderheiten.

Die kleinen roten Früchte werden im Herbst reif. Sie gehören zu den Heidelbeeren und sehen aus wie Preiselbeeren, schmecken jedoch deutlich säuerlicher. Bei der

Ernte auf den Cranberryfeldern in Nordamerika kann man jedes Jahr ein interessantes Schauspiel beobachten.


Die Felder in Neuengland werden mit einer wasserdichten Barriere umfasst und geflutet. Da die Cranberries kleine Luftkammern enthalten, fallen sie von den Pflanzen ab und schwimmen an der Wasseroberfläche. Dann treibt man die kleinen Beeren zusammen und hält nur noch einen großen Saugrüssel ins Wasser um sie einzusammeln.

Um danach die guten von den schlechteren Beeren zu trennen, wird eine andere besondere Eigenschaft genutzt: Sind alle Luftkammern intakt, hüpft die Frucht wie ein kleiner Ball. Dadurch können die idealen Kranbeeren von den weniger guten maschinell abgetrennt werden. Die einen werden im Ganzen verkauft, aus den anderen wird Saft oder Mus.