Wer ist Deutschlands beste Heimwerkerin?

Christoph Ries

Löcher bohren, Wände einreißen, Kabel verlegen – all das war jahrelang Jungssache. Jetzt dürfen die Mädchen mitmachen. Bei der Kölner Heimwerker-Akademie könnt ihr euch um den Titel "Deutschlands beste Handwerkerin" bewerben.



Die Voraussetzungen

Angenommen, ihr seid das Kind von Tine Wittler und Tim Taylor, dann stehen eure Chancen schon mal nicht schlecht. Wenn ihr euch dann noch gefangen im Körper von Heidi Klum fühlt, habt ihr die Krone schon so gut wie auf dem Kopf.

Die D-I-Y („Do-It-Yourself“) Academy in Köln sucht gutaussehende Frauen, die Erfahrung mit Renovieren, Streichen und Verputzen haben. Um am Contest teilzunehmen, solltet ihr also zumindest schon mal ein Loch gebohrt, eine Wand verspachtelt oder einen Wasserhahn angeschraubt haben.

Was sollte Deutschlands Heimwerker-Queen wirklich draufhaben? „Wir suchen Frauen, denen der Umgang mit Bohrmaschine, Stichsäge und Fliesenschneider keine Schweißausbrüche bereitet,“ schreibt die Akademie etwas verschwurbelt auf ihrer Webseite.



Laubsägearbeiten im Kindergarten zählen nicht, machen aber sicher Eindruck bei der Jury, sofern aus der aufgezeichneten Amsel kein genmanipulierter Aasgeier geworden ist. Macht einfach ein Foto von eurer letzten Heimwerker-Aktion und reicht es zusammen mit dem Bewerbungsbogen ein.

Der Contest

Statt Lauftraining mit Bruce gibt’s eine Einführung in die geheimnisvolle Welt der Schraubdübel, anstelle eines Modelvertrags winkt der Siegerin ein anerkennender Schulterklopfer vom bärtigen Academy-Chef.

Ne, ganz so schlimm wird es nicht. Auf der Messe Practical World in Köln müsst ihr einen dreistündigen Praxistest überstehen. Das bedeutet: Jede Teilnehmerin bekommt eine LKW-Ladung Werkzeuge und eine Wand zur Verfügung gestellt.



Wer aus diesen Zutaten innerhalb von 180 Minuten eine einigermaßen wohnliche Lokalität zaubert, hat gewonnen. Die amtierenden Miss Do-it-yourself überzeugte in den Disziplinen Tapezieren, dekorative Wandgestaltung, Fliesen und Laminat. Extra-Sternchen gabs für den Griff zur Schutzbrille.

Mehr dazu: