Wenn der Job mal keinen Spaß macht

Christoph Müller-Stoffels

Du glaubst also, du hast den übelsten Job der Welt? Denk noch einmal gut nach! Im Internet sucht eine Seite die schlimmsten Jobs der Welt. Die Resonanz ist gewaltig, die eingesandten Beispiele haarsträubend. Wer würde schon gerne die Fürze von Menschen riechen, die sich gerade mit Bohnen vollgestopft haben?Den Job gibt es wirklich. Michael Levitt, Gastroenterologe in Minneapolis, sucht Leute für sein Team, die genau diesen Job machen wollen. Das Ziel ist es herauszufinden, ob die Darmwinde etwas über den Gesundheitszustand der Innereien aussagen. Der Job bietet den Vorteil, ein relativ vernachlässigtes Feld zusammen mit hochqualifizierten Wissenschaftlern zu bearbeiten. Allerdings ist nur zu verständlich, warum das Feld vernachlässigt ist.Die Seite unterteilt die Jobs in verschiedene Kategorien. So gibt es Listen für aktuelle und historische Jobs, die wiederum in Männer, Frauen und Kinder unterteilt sind. Für Kinder ist die schlechteste Wahl, ein Maskottchen in Disneyworld zu sein. Mit einem 25 Kilo schweren Kostüm sind Pinkelpausen weniger denkbar. Der Vorteil ist, dass alles, was mit Disney zu tun hat, ganz schnell seinen Reiz verliert. Der Prozess des Erwachsenwerdens wird also beschleunigt. Allerdings haben sich die Möglichkeiten über die Jahrhunderte doch stark verbessert, denn in der historischen Liste für Kinderarbeit führt der Assistent des Quacksalbers, dichtgefolgt vom Taschendieb.Gesucht wird auch der übelste Job des Jahres, dem dann die Trophäe verliehen wird. Diese Woche hat sich Hans aus Schweden beworben, der in einer Stockholmer Klinik arbeitet. Die Patienten werden mit Verstopfung eingeliefert und bekommen in der Klinik Abführmittel. Wenn es gut läuft, schaffen sie es bis zur Toilette, wenn nicht, darf Hans die Sauerei beseitigen. Mal ehrlich, sooo übel ist dein Job doch gar nicht, oder? Wenn doch, schreibt es uns! Hier geht's zur Seite.