Welche Plätze wollen junge Freiburger in ihrer Stadt?

Daniela Frahm

Die Wählervereinigung Junges Freiburg hat Jugendliche nach ihrem Platzbedarf befragt. Das Ergebnis: Schwimmbad, WLAN, Fußballplatz – aber auch eine Rollschuhdisko und "Platz zum Knutschen".

Was wollen junge Menschen in Freiburg? Dieser Frage ist die Wählervereinigung Junges Freiburg (JF) bei ihrer "Sofatour" zur Kampagne "Jugend braucht Platz" im Sommer nachgegangen. An sieben Terminen hat sie an Schulen, öffentlichen Plätzen und beim Aktionstag "Jugend im Rathaus" mit Schülerinnen und Schülern, Studierenden, Jugendlichen und junge Freiburgern gesprochen, um herauszufinden, welchen Platzbedarf sie haben und ob sie Ideen für den neuen Stadtteil beisteuern können.


"Dank tausend Bewertungen und Antworten der jungen Leute haben wir viel Neues erfahren", sagt JF-Stadtrat Lukas Mörchen, "außerdem hatten wir viele interessante Gespräche."

Nicht nur egoistische Bedürfnisse

Am aussagekräftigsten seien die Forderungen für einen neuen Stadtteil gewesen, der nach Ansicht vieler Jugendlicher vor allem eine Möglichkeit zum Schwimmen bieten müsse. Ein Badesee war der am häufigsten genannte Wunsch, gefolgt von einem Schwimmbad und einem Fußballplatz. Wichtig wären den jungen Menschen außerdem WLAN, die Nähe zur Natur, eine Bücherei und Unterkünfte für Obdachlose. Insgesamt wurde der Bedarf an Platz, vor allem nachmittags und abends, als sehr dringend eingestuft, hauptsächlich um Freunde zu treffen, zum Grillen oder einfach nur zum Entspannen.

"Die Jugendlichen haben sich auch Skateplätze gewünscht", berichtet Sergio Schmidt. Der JF-Stadtrat kündigt deshalb an, dass seine Gruppierung auch in den Beratungen zum nächsten Doppelhaushalt wieder den zweiten und dritten Bauabschnitt des Skateparks im Dietenbach fordern werde. Ganz oben auf der Liste stehen auch Plätze für Paintball und Lasertag, was bereits bei der 16 plus Kampagne des Jugendbüros zur letzten Kommunalwahl Thema war. Neben viele bekannten Wünschen gab es auch ein paar kuriose Antworten. "Eine Rollschuhdisco und Mittelmeeranbindung als Ideen für den neuen Stadtteil haben mich zum Schmunzeln gebracht", sagt JF-Mitglied Benjamin Wasmer, "auch ein Späti, Platz zum Knutschen und öffentliche Schlafplätze ab 24 Uhr für U18 waren sehr unerwartete Antworten."

In einer Klausurtagung im November will Junges Freiburg nun aus den Ergebnissen der Befragung konkrete Forderungen ableiten, diese dann dem Gemeinderat zukommen lassen und sich für ihre Umsetzung starkmachen.