Weitere Fakten zum Flugzeugabsturz - Stadtrat lehnt Verlängerung der Landebahn ab

Markus Hofmann

Die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Freiburg und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig zum Freiburger Flugzeugabsturz sind weitgehend abgeschlossen. Es liegen weitere Fakten vor.Demnach steht fest, dass der 64-jährige Pilot die Maschine geflogen hat. Weiter steht fest, dass die Sicht im Anflugbereich auf den Flughafen zum Zeitpunkt des Unglückes erheblich eingeschränkt war. Festgehalten ist in den aus dem Fluzeugwrack geborgenen Aufzeichnungsgeräten auch, dass ein Durchstartverfahren nicht eingeleitet wurde. Die Erkenntnis, dass es bislang keinen Hinweis auf einen Ausfall bzw. eine Fehlfunktion eines technischen Systems gibt, wurde bereits bekannt gegeben.Vermutlich wird Ende Februar ein Statusbericht mit weiteren Fakteninformationen vorliegen.Wie mehrfach berichtet, war am Abend des 12. Januar 2006 (kurz nach 18.00 Uhr) rund 300 Meter westlich der Start- und Landebahn des Flugplatzes Freiburg, ein zweimotoriges Flugzeug mit Pilot und Copilot beim Landeanflug abgestürzt. Die beiden Insassen kamen dabei zu Tode.Horst Bergamelli, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender im Freiburger Gemeinderat, fordert unterdessen in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Salomon, dass die (bereits beschlossene) Verlängerung der Landebahn am Freiburger Flugplatz in Richtung Granadaallee neu diskutiert werden muss: "Wenn man sich vorstellt, dass das Flugzeug beim Anflug auf den Verkehrslandeplatz Freiburg direkt auf die stark befahrene Granadaallee gestürzt wäre (...), ist nach unserer Ansicht festzustellen, dass aus Gründen der Sicherheit eine Landebahnverlängerung abzulehnen ist."