Weinen um lachen zu können

Helena Barop

Im voll besetzen Spiegelzelt wird es dunkel. Auf der Bühne sitzt Sara Tavares in ihrem langen schwarzen Kleid und zupft auf einer kleinen Handzitter. Sofort ist die Atmosphäre wie verzaubert.



Ruhig sitzt Sara Tavares da und singt auf Portugiesisch über ihre Heimat, über Afrika und über die Liebe. In Lissabon ist sie aufgewachsen, ihre Eltern stammen von den Cap Verden und ihre Verbundenheit zu ihren afrikanischen Wuzeln färbt ihre Musik eigentümlich sommerlich und warm. Irgendwo zwischen Afro-Pop, Worldbeat und Rock, begleitet von Gitarren und Percussions entführt sie das Publikum in andere Welten. Sobald der tägliche Heisler die Bühne verlassen hat, rückt das viel zu kalte Freiburg in unwirkliche Ferne.




"We're all together in this world, so we better swim in the same direction." sagt sie lächelnd mit ihrer weichen Stimme. Mit einem unglaublichen Feingefühl singt sie die leisen und langsamen Songs aus der ersten Hälfte ihres Programms. Bezaubernde Augenaufschläge und glückliches Lächeln begleiten ihre Botschaft: Es gibt fast immer einen Grund, glücklich zu sein. Ihr einziges wirklich trauriges Lied muss sie fast entschuldigen: "Sometimes we gotta cry to smile after!"



Dann steht sie auf einmal auf und das Publikum hält es für einen Witz, als sie Rock'n'Roll ankündigt. Sie lacht. "Rock'n'Roll? Not really. But it rocks. And it rolls!" Nach einem weiteren Schluck aus der bestrohalmten Wasserflasche geht es los. Die afrikanischen Rhythmen heizen das größtenteils schon etwas ältere Publikum zu unbeholfenen Sitztänzen an und es sind wohl alle erleichtert, als die ersten aufstehen.



Wie war's?

Nadine (26): "Ich habe sie das erste Mal gehört, und ich bin sehr begeistert."

Sybille (42): "Ich fand's zum Schluss gut. Vorher war's mir ein bisschen zu langsam"

Jan (24): "Es war supercool! Ich war im Jazzhaus schon, als sie gespielt hat, aber heute war es fast noch 'ne Spur besser, weil die Leute noch mehr darauf eingegangen sind und richtig mitgemacht haben. Der Sound war cool, das Zelt ist richtig geil und es hat mir supergut gefallen."



Phillip (22):
"Ich fand's auch schön. Superschöne Athmosphäre im Spiegelzelt und außergewöhnliche Musik. Sie hat die Leute wirklich mitgenommen."

Christine (27): "Mir hat's sehr gut gefallen. Ich fand's ein bisschen schade, dass Stüle drin waren. Ich hätte lieber getanzt. Aber ich fand es trotzdem wunderschön."

Adriana (36):
Ich fand es sehr schön. Ich speche Spanisch und habe fast alles verstanden. Es ging um Liebe, Liebe, Liebe..."