Weihnachtsmann schützt Raser vor Knöllchen

Sophie Guggenberger

Tolle Geschichte in der heutigen BZ: Ausgerechnet der Weihnachtsmann ist wenige Tage vor Weihnachten in seiner Pferdekutsche mit 64 Sachen auf dem Freiburger Schlossbergring geblitzt worden (siehe Beweisbild). Doch Santa Claus war unschuldig, wie sich bald zeigte...



Die Mitarbeiter der Bußgeldbehörde staunten nicht schlecht, als sie die Schwarzweiß-Photos des Radarmessgerätes am Schlossbergring auswerteten und den dort ertappten Temposünder zweifelsfrei identifizierten: Auf dem Beweisbild war der Weihnachtsmann auf seiner Kutsche deutlich zu erkennen. Doch wie war das möglich?


Des Rätsels Lösung: Am 14. Dezember um 14.57 Uhr hatte ein Fahrzeug auf der Überholspur die Tempoüberwachungsanlage ausgelöst, wie die genaue Auswertung zweifelsfrei ergeben hat. Das zu schnell fahrende Fahrzeug wird durch die Kutsche aber vollständig verdeckt.

Glück für den dortigen Fahrer und eigentlichen Temposünder, denn der Tempoverstoß kann aus diesem Grund natürlich nicht geahndet werden: "Das war wohl das Geschenk des Weihnachtsmanns an einen unbekannten Verkehrsteilnehmer", schmunzelt Günter Schmidt, der Leiter des Gemeindevollzugsdienstes. Die 15 Euro fürs Knöllchen muss die Stadt in den Wind schreiben, was sich bei dieser kuriosen Aufnahme aber sicher verschmerzen lässt.

Die Radaraufnahme zeigt übrigens die weihnachtlich dekorierte Kutsche der Brauerei Ganter, die traditionell von Schwarzwälder Kaltblütern gezogen wird. Das Gespann drehte zur Weihnachtszeit gemütlich seine Runden durch Freiburg, um Lokale in der Innenstadt mit Bier-Nachschub zu versorgen

[die Credits für diese Story gehen an unseren Kollegen Joachim Röderer von der Badischen Zeitung: Weihnachtsmann rauscht mit Kutsche in Radarfalle - nur für Abonnenten einsehbar]