Wegen Flugverbot die Vorlesung verpasst: wie reagiert die Uni?

Dominik Schmidt

Auf Familienbesuch oder im Urlaub am Flughafen stecken geblieben und den Vorlesungsbeginn verpasst? Das kann gerade in Bachelor-Studiengängen heikel werden, wenn Anwesenheitspflicht besteht. fudder hat nachgefragt, wie die Uni Freiburg die Zuspätkommer handhabt.



Während einige Studierende am Flughafen festhängen, begannen am Montag die Vorlesungen für das Sommersemester. Dem Eyjafjallajökull-Vulkan ist es zu verdanken, und die Uni grübelt, wie man mit einem solch einmaligen Ereignis umgehen soll.


"Das ist eine besondere Situation, wir halten derzeit Absprache mit den verschiedenen Fachrichtungen zur Vorgehensweise", teilt Eva Opitz, Pressesprecherin der Universität, mit. Sicher ist: Es handelt sich eindeutig um höhere Gewalt, keiner trägt die Schuld für das Flugverbot.

Nach einem Beschluss des Rektorats der Uni Freiburg will die Uni individuell mit den Studierenden eine Lösung finden. "Prinzipiell gilt, wer sich elektronisch für eine Lehrveranstaltung bei uns einschreibt und in der ersten Veranstaltung fehlt, kann nicht mehr teilnehmen", sagt Harald Baßler, Geschäftsführer des Deutschen Seminars, zur Regelung in seinem Institut. Aber auch hier wird man große Rücksicht auf die spezielle Situation nehmen und sich kulant zeigen, selbst wenn jemand unentschuldigt fehlt.

Opfer des Flugverbots - was tun?

Kann man bei einer Vorlesung auf Grund des Flugverbots nicht anwesend sein, sollte man sich unbedingt bei seinem Dozenten melden und die Situation schildern. Laut Uni soll individuell eine Lösung gefunden werden. Ärger droht prinzipiell wegen des Fehlens in diesem Falle aber nicht.

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