Hoffenheim

Wechsel bestätigt: Vincenzo Grifo kehrt zum SC Freiburg zurück

Lukas Karrer

Die Rückkehr von Publikumsliebling Vincenzo Grifo zum Team von Christian Streich ist fix. Der SC Freiburg hat den 26-jährigen Offensivspieler fest von der TSG Hoffenheim verpflichtet.

Nach BZ-Informationen waren zuletzt nur noch letzte Ablösemodalitäten zwischen den Vereinen zu klären. Nun ist der Wechsel fix. Zuletzt war Grifo an den SC Freiburg ausgeliehen. Der Deutsch-Italiener trug bereits zweimal das Freiburger Trikot. In der vergangenen Rückrunde war er auf Leihbasis in 16 Begegnungen am Ball und überzeugte dabei mit sechs Toren und vier Vorlagen. Von 2015 bis 2017 bestritt er 64 Partien für den Sport-Club, dabei gelangen ihm 23 Tore und 27 Vorlagen. Für Borussia Mönchengladbach und die TSG Hoffenheim absolvierte er insgesamt 42 Spiele in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League.


Am Montagmorgen teilte SC-Sprecher Sascha Glunk der BZ noch mit, dass zum aktuellen Stand keinerlei Veränderungen im Kader fix seien. Weitere Auskünfte seien gegenwärtig nicht möglich, äußerte sich Glunk auch am Mittag noch auf Nachfrage. "Eigentlich waren zugangsseitig unsere Aktivitäten beendet. Als sich jetzt jedoch kurzfristig die Option ergab, Vince fest zu verpflichten, mussten wir nochmals handeln", sagt SC-Vorstand Jochen Saier. "Die Erfahrungen in der Vergangenheit, seine sportliche Qualitäten und seine hohe Identifikation mit dem Sport-Club veranlassten uns zu diesem Schritt."



Am Rande der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln hatte die BZ erfahren, dass der SC Freiburg angeblich mit der TSG Hoffenheim über eine erneute Rückkehr des 26 Jahre alten Mittelfeldspielers verhandeln soll. Der SC Freiburg hatte Grifo bereits im Januar 2019 von den Kraichgauern ausgeliehen. Am Ende der Spielzeit 2018/2019 musste der Grifo, der 2018 auch in der italienischen Nationalmannschaft debütierte, aber wieder nach Hoffenheim zurückkehren.

Vincenzo Grifo selbst sagt: "Für mich war klar, dass ich bei einem Wechsel nur nach Freiburg gehe und bin sehr froh, dass es noch geklappt hat. Ich möchte an die Leistungen der Rückrunde anknüpfen und freue mich auf das ganz besondere Umfeld beim SC."

Noch vor einer Woche schien undenkbar, dass den Breisgauern eine neue Ausleihe glücken könnte. Grifo, der gerade mit seinen Qualitäten am ruhenden Ball das SC-Spiel bereicherte, sei "zu teuer", hieß es. SC-Trainer Christian Streich erklärte ebenfalls, dass eine Rückkehr unwahrscheinlich sei.

Grifo kommt bei der TSG kaum zum Einsatz

Was die Gerüchte zusätzlich nährte, war die Tatsache, dass der 26-Jährige in den drei ersten Saisonspielen der Hoffenheimer praktisch keine Rolle gespielt hat – und das, obwohl in Andrej Kramaric der gefährlichste Hoffenheimer noch verletzt fehlt.
Angreifer Tim Kleindienst wechselt vom SC Freiburg zum Zweitligisten 1. FC Heidenheim. Der 24-Jährige war bereits in der Spielzeit 2016/17 auf Leihbasis für die Heidenheimer aktiv.

Im Pokal gegen die Würzburger Kickers noch in der Startelf, kam Grifo in der Bundesliga nur am ersten Spieltag gegen Eintracht Frankfurt überhaupt zum Einsatz – als Einwechselspieler in der 76. Minute. In der zweiten und dritten Partie gegen den VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen stand er nicht einmal im Kader.

Vincenzo Grifo erhält in Freiburg die Rückennummer 32. Über Vertragsinhalte wurde wie gewohnt Stillschweigen vereinbart. Als mögliche Ablösesumme werden sieben Millionen Euro genannt.