Was machen eigentlich hKDM-Studierende?

Benjamin Wissing

Auch in diesem Halbjahr präsentieren die Studierenden der Hochschule für Kunst, Design und Populäre Musik (hKDM) ihre Arbeiten in einer Werkschau. Wir haben einige der Werke etwas genauer unter die Lupe genommen.

Es ist heiß auf der Dachterrasse des hKDM-Gebäudes. Übereinandergestapelt stehen drei aufblasbare Planschbecken. Darüber: Eine Plastikplane, die die Form einer kleinen Wolke hat. "Wenn das alles fertig ist, wird es aus der Wolke in die Becken regnen und dann haben wir einen Springbrunnen", berichtet eine Studentin der Bildenden Kunst, die sich selbst KIT nennt. Es handle sich zwar nicht um eine Abschlussarbeit, sei aber trotzdem Teil der Werkschau.




Matchmoving

Ein Greenscreen, ein Laptop, eine Videokamera und ein Spielzeugauto. All das gehört zur Abschlussarbeit von Niclas. Er studiert Integrierte Gestaltung mit dem Schwerpunkt New Media Design an der hKDM. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit hat er sich intensiv mit dem Thema Matchmoving befasst.

Dabei geht es darum, einen Realfilm mit Computeranimationen zu verschmelzen. "Mein eigentliches Themengebiet sind Motion-Graphics. Mein Interesse für Matchmoving wurde während eines Praxissemesters in einer Produktionsfirma geweckt. Also habe ich mich dazu entschlossen, mich in den drei Monaten meiner Bachelorarbeit theoretisch und praktisch damit auseinander zu setzten."

Herausgekommen sind dabei mehrere kurze Filmsequenzen. Das Spielzeugauto fährt zum Beispiel eine digital erstellte Rennstrecke ab und auf einem gedeckten Tisch erscheinen unterschiedliche Objekte. Die Besucher können den gesamten Entstehungsprozess anhand eines Kurzfilms, der jeden einzelnen Schritt erklärt, nachvollziehen.

Metamorphose und Identität

Einige Räume weiter ist Eva aus dem Schwerpunkt Fotografie und Bewegtbild damit beschäftigt, ihre Ausstellung aufzubauen. Sie hat sich mit dem Thema Metamorphose und Identität auseinander gesetzt und diese anhand verschiedener bildsprachlicher Mittel erforscht.

Vor einer weißen Wand stehen mehrere Bildpaare aufgereiht. Darauf zu sehen: Zwei beinahe identische junge Frauen. "Ich habe alte Passfotos meiner Mutter genommen und versucht, diese nachzustellen. Sowohl die Kleidung als auch die Pose."

Es sei interessant für sie gewesen, wie sehr sie sich doch ähneln. Neben der Fotografie habe sie außerdem mit bewegten Bildern gearbeitet und ein kurzes Video gedreht, das sich mit dem Verlust von Identität beschäftigt.

Graingold Horsefeeding

Valerie kommt aus dem Unterbereich Kommunikationsdesign. Vor ihr stehen Papiersäcke und Plastikeimer, auf denen das Logo der Firma "Graingold Horsefeeding" prangt.

"Ich habe zwei Pferde und man findet einfach kein gutes Futter für die Tiere. Deshalb habe ich mir gedacht: man kann das ja auch selber machen. Also habe ich mich mit der Unternehmensgründung von 'Graingold Horsefeeding' beschäftigt. Dabei ging es sowohl um die Produktlinie, als auch um das Corporate Design."

Von der Visitenkarte über Werbeprospekte, bis hin zur Website habe sie beinahe jeden Bereich bearbeitet und realisiert. Ob sie plant, das Unternehmen auch wirklich zu gründen? Valerie lacht. "Wenn es mit dem Bachelor nicht klappt, dann ja."
Eröffnet wird die Werkschau am Freitag, 29. Juli, 19.30 Uhr (geöffnet bis 23 Uhr). Am Samstag, 30. Juli, ist die Ausstellung von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zusätzlich bietet die hKDM am Samstag eine Beratung für Studieninteressierte von 14 bis 16 Uhr an.