Stilfrage

Was ist Dein Stil, Wanda?

Lisa Petrich

"Was ist Dein Stil?" - diese Frage stellen wir regelmäßig jungen Menschen in Südbaden. Heute: Die 24-jährige Wanda. Sie studiert Medienkulturwissenschaft und Kunstgeschichte im Nebenfach und liebt es, einige ihrer Klamotten selbst zu nähen.

Was ist Dein Stil, Wanda?

Mein Stil ist sehr mädchenhaft und weiblich, weil ich sehr gerne Kleider und Röcke trage – eigentlich fast immer. Ich mag es lieber elegant als sportlich. Ich nähe aber auch sehr viel selbst, hauptsächlich Sommerklamotten, weil es mehr Spaß macht, Kleider zu nähen. Heute trage ich auch einen selbstgenähten Rock. Ich habe auch schon zwei, drei Ballkleider genäht, die versacken aber jetzt alle in meinem Schrank, weil ich sie nie anziehen kann.

Wo hast Du das Nähen gelernt?

Ich hatte in der Schule in der Unterstufe einen Kurs, wo wir das gelernt haben. Aber ich habe schon ganz früh mit meiner Mutter Puppenkleider genäht. Nach der Schule habe ich erst mal relativ lange Pause mit dem Nähen gemacht und dann irgendwann wieder angefangen.

Musst Du auch öfter mal was für Deine Freundinnen nähen oder flicken?

Für meine Freundinnen nicht so oft, aber meine Schwester kommt relativ oft um’s Eck und möchte irgendwas genäht oder geflickt haben. Einmal kam sie mit Stoff vom Holländischen Stoffmarkt vorbei und hat gemeint, "Hier Wanda, näh mir mal ne Tasche!". Dann war es aber so viel Stoff, dass noch etwas übrig geblieben ist, und dann habe ich mir auch eine Tasche daraus genäht. Die habe ich heute auch dabei.

Wo kaufst Du Deine Klamotten ein, wenn Du sie nicht selbst nähst?

Relativ unterschiedlich. Ich gehe gerne zu C&A, weil ich glaube, dass die auch viel Bio-Baumwolle haben. Ansonsten gehe ich noch gerne zu Promod, Vero Moda und Maison Scotch. Online kaufe ich gar nichts, weil ich die Sachen gerne anprobieren möchte. Das kann man online zwar auch und schickt es dann vielleicht zurück, aber das finde ich irgendwie unnötig. Ich mag es gern, die Stoffe anzugucken und anzufassen und die Farben sind online auch immer anders. Ich gehe einfach gerne einkaufen.

Also Du achtest auch auf Fair Fashion?

Ja, schon. Auch wenn ich Stoffe kaufe, gucke ich, dass es nicht die Allerbilligsten sind. Es ist halt immer schwierig, weil ’teure Klamotte’ leider nicht gleich heißt, dass sie fair produziert ist. Deswegen versuche ich da zwar schon drauf zu achten, aber es geht halt nicht immer.

Kannst Du uns etwas zu Deinen Ohrringen erzählen?

Meine Ohrringe habe ich aus dem Japan-Urlaub mitgebracht, das ist ein japanischer Glücksknoten. Die sind ganz unspektakulär aus dem Souvenir-Shop, aber es waren die einzigen Ohrringe, die es dort gab.

Auf Deinem T-Shirt steht "Call me boss". Bist Du manchmal ein bisschen bossy?

Eigentlich gar nicht. Aber irgendwie fand ich es lustig, und es glitzert, was es irgendwie wieder cool macht. Meine Mama hat es mir zu Weihnachten geschenkt.

Hast Du vor, später auch mal beruflich in Richtung Mode zu gehen?

Ja, ich würde gerne, wenn es klappt, Mode Marketing machen. Das fände ich ganz nice!



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