Was ist dein Stil, Simon Felix?

Lilli Staiger & Dominic Rock

Wir stellen regelmäßig irgendwelchen Leuten in Freiburg die Frage: Was ist dein Stil. Diesmal: Simon Felix, 23.



Was sind das für Wäscheklammern an deiner Mütze?

Simon Felix: Die Wäscheklammern sind mein Markenzeichen. Was für Sido die Maske ist, sind für mich die Wäscheklammern. An der Hochschule hat einmal jemand diese Klammern verteilt und ich habe sie mir zum Spaß an die Mütze geklemmt, was ich seitdem ganz cool finde. Das Holz ist außerdem eine gute Kraft und liefert Energie. Die Wäscheklammern sorgen immer für Gesprächsstoff, vor allem, wenn ich Leute kennenlerne. Ich habe mir ein 1000-Stück-Paket gekauft und verteile die Klammern gerne an andere. Das kam auch in Marokko  gut an, wo ich gerade im Urlaub war.

Was hast du in Marokko gemacht?

Ich war zum Surfen und Entspannen dort, in dem kleinen Surferdorf Taghazout. Ich habe erst vor Kurzem mit dem Surfen begonnen und habe den Urlaub dazu genutzt. Meine Wäscheklammern waren bei den Einwohnern so beliebt, dass ein Hutgeschäft mir eine Kooperation anbot. Dieses T-Shirt mit dem Aufdruck „Surfing Marocco“ habe ich mitgebracht. Da der Urlaub und das neue Surfbrett recht teuer waren, muss ich jetzt meinen „Notgroschen“, eine afrikanische Krügerrand-Goldmünze, ein Geschenk von meiner Tante, opfern.



Ist diese Tasche auch ein Mitbringsel aus dem Urlaub?

Die Tasche habe ich von meiner Mutter. Sie hat sie aus Afrika oder aus einem spirituellen Laden. Als Handgepäck für den Flug war sie sehr praktisch und mir gefällt das bunte, afrikanische Design. Ich besitze auch mehrere Jute-Taschen und trage sie gerne. Mein Lederarmband ist aber ein weiteres Mitbringsel aus Marokko.



Was ist dir an deinen Klamotten wichtig?

Mir ist es wichtig, mich wohlzufühlen und mich selbst zu verwirklichen. Das tue ich mit meinen Texten ebenso wie mit meinem Kleidungsstil. Ich mag zum Beispiel klassische, alte Jacketts. Dieses habe ich in einem Secondhand-Laden in Stuttgart gekauft. Kopfbedeckungen verschiedener Art dürfen bei keinem Outfit fehlen. Ohne Mützen geht bei mir gar nichts, unter anderem, weil ich schon kleine Geheimratsecken habe.

Was für Texte schreibst du?

Ich schreibe poetische Texte, die ich in sogenannten Poetry-Slams, Vortragswettbewerben, zum Besten gebe. Beim Poetry-Slam tragen Autoren ihre selbstgeschriebenen Texte vor und das Publikum kürt anschließend einen Sieger. Ich nehme bereits seit über einem Jahr an Poetry-Slams teil. In meinen Texten steht vor allem der Mensch an sich im Mittelpunkt und das Schreiben ist für mich eine Art Selbsttherapie. Ich lasse mich unter anderem von Raptexten, zum Beispiel von Curse, inspirieren. Meine Texte nenne ich zum Spaß rollig-romantische-Rappoesie.

[Simon Felix Geiger, 23, Student Soziale Arbeit]

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