Was ist Dein Stil, Nekota?

Carolin Buchheim & David Laukart

Wir stellen regelmäßig irgendwelchen Leuten in Freiburg die Frage: Was ist dein Stil? Heute mit Nekota, 17.

  Mein Stil ist Visual Kei (VK). Das Wort setzt sich aus den englischen Wort Visual, also Visuell, Optisch, und dem Kanji-Zeichen kei, das für System, Herkunft, Abstammung und Clique steht, zusammen.

Visual Kei kommt aus Japan und hat sich dort seit den 70er Jahren entwickelt. Bands wie zum Beispiel xJapan, Moi dix Mois, Malise Mizer, D'espairsRay, Nightmare (Naitomea) und The Gazette sind Visual-kei-Stilikonen. Visual-kei ist aber keine richtige Musikrichtung, die Gemeinsamkeit ist weniger die Musik, als die Optik der Bands. Die Mitglieder von VK-Bands sind meist Männer, die sehr feminin aussehen; die Fans sind meistens, aber nicht immer Mädchen.

Ich habe Japan schon immer geliebt, und bin über Mangas auf VK-Musik und den dazugehörenden Stil gekommen. Ich ziehe mich so an, weil es mir gefällt. Für mich ist das kein Kostüm, sondern einfach die Kleidung, die zu mir passt, die mich so aussehen lässt, wie ich bin. Ich mag es, mich kreativ auszuleben, und mich von der Musik inspirieren zu lassen. Außerdem ist es schön, weil bei VK alle sehr besonders aussehen und stilistisch so viel möglich ist. Von niedlich bis düster, oder beides zusammen. Jeder kann es so machen, wie er es will und wie es einem am besten gefällt.

Manche Leute stylen sich nur für Conventions oder VK-Treffen so richtig auf und laufen im Alltag ganz normal rum. Ich gehöre nicht dazu – ich trage immer Make Up, selbst wenn ich nur mal eben kurz Brötchen kaufen gehe. Ich finde, das kann und soll jeder so halten wie es ihm passt, schließlich hat nicht jeder die Lust und die Zeit, jeden Morgen eine Stunde lang im Bad zu stehen. Ich habe es fast ein bisschen verlernt, ohne Make Up herumzulaufen.

Mein Outfit heute mag ich sehr gerne. Ich habe die Sachen in Japan bestellt und es heute ausgesucht, weil es gut zu den Outfits meiner besten Freunde Nezu und Yoko passt; wir haben uns schließlich für heute ein gemeinsames Thema ausgesucht. Meine Schuhe, die ich dafür bestellt habe, sind leider noch nicht angekommen, deswegen habe ich mir welche ausgeliehen. Es kommt ohnehin oft vor, dass meine Freunde und ich uns gegenseitig Sachen ausleihen und uns bei unseren Outfits unterstützen.



Guter Stil ist, .... wenn man gut kombinieren kann, und das Outfit perfekt aufeinander abgestimmt ist (auch, wenn es extra so aussehen soll, als ob das nicht so wäre), und das Outfit zum eigenen Typ passt. Gut ist es außerdem, wenn die Klamotten eine gute Qualität haben und nicht billig, sondern hochwertig aussehen.

Stillos ist, ....
wenn man einfach alles aufeinander haut, ohne sich Gedanken zu machen. Oder wenn man etwas macht, weil alle das so tun, oder man nur auffallen will. Man sieht nie gut aus, wenn man einen hässlichen Gedanken dabei hat.

Für 200 Euro kaufe ich mir: CDs von meiner Lieblingsband Nightmare (Naitomea), Klamotten, Mangas und Games.
Stilikone: Nightmare! Ich liebe diese Band! Ihre Musik inspiriert mich immer wieder, auch wenn meine Outfits gar nicht Nightmare-like aussehen.
 
Ich würde mich nie trennen von .... allen meinen Klamotten. Ich mag alle!
Mein Lieblingsaccessoire ....
ist meine Plektron-Kette von Hitsugi von Nigthmare; ich habe sie von Nezu geschenkt bekommen. Außerdem mag ich meine Sternen-Ohrringe, die sind klein aber fein, und Stulpen und Strümpfe, weil ich eine eingefleischte Rockträgerin bin. Ich habe nur ganz selten mal eine Hose an.

Meine Lieblingsmarke: Punk Rave.

Meine größte Stilsünde: Ich glaube nicht an Stilsünden, denn zu dem Zeitpunkt, wo man ein Outfit aussucht, will man es ja genau so.

[Fotos: David Laukart]

Mehr dazu:


Link-Tipps von Nekota

  • Lolita Kisama  - Hier kann man geile Klamotten und Accessoires kaufen, und es ist nicht mal so teuer.
  • Me-Shop- Hier kann man japanische CDs bestellen, die von Deutschland aus versendet werden. Das ist natürlich billiger, als wenn die Sachen aus Japan kommen.
  • Subarashi- Gute Sachen, aber leider lange Versandzeiten.

Foto-Galerie: David Laukart

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