Was ist dein Stil, Lovisa?

Alisa Kronberger & Julia Nikschick

Wir stellen regelmäßig irgendwelchen Leuten in Freiburg die Frage: Was ist dein Stil? Diesmal: Lovisa, 19.



Lovisa, du kommst eigentlich aus Schweden. Was hat dich nach Freiburg verschlagen?

Ich habe mich für das kommende Wintersemester für Romanistik und Islamwissenschaft beworben. Bis dahin studiere ich an einer Außenstelle der schwedischen Universität hier in Freiburg, um mich vorher schon etwas zu orientieren. Nach dem Abitur zog ich gleich nach Deutschland, da es die Fremdsprache ist, die ich am Besten beherrsche.

 

Würdest du sagen, dass du einen typisch schwedischen Stil verkörperst, wie zum Beispiel Gudrun Sjoedens Mustermix?

Nein, ich glaube nicht. Meine Mitbewohnerin meint, dass ich einen individuellen Stil verkörpere, was ihrer Ansicht nach typisch schwedisch sei. Aber es gibt so viele verschiedene Kleidungsstile in Schweden, ich weiß nicht, ob ich irgendwo dazu gehöre. Gudrun Sjoeden ist meinem Stil schon ähnlich, geblümte Bluse und gepunkteter Rock oder so, aber trotz ihrer Popularität ist ihr Stil immer noch ungewöhnlich bei uns in Schweden.

 

Und wonach entscheidest du, was du schlußendlich kaufst?

Ich kaufe einfach alles was mir gefällt, auch wenn ich nicht häufig shoppen gehe. Bunte Sachen trage ich am liebsten, möglichst viele verschiedene Farben. Meistens gehe ich dann auf Flohmärkte oder in Second Hand Läden. Der Rock den ich heute trage, ist sogar aus einem Freiburger Geschäft, dem Schlepprock. Ein toller Laden, auch wenn er etwas teurer ist. Auf Flohmärkte gehe ich gerne, da ich natürlich gerne Sachen trage, die nicht jeder hat. Außerdem ist es umweltfreundlich, und einen Flohmarkt findet man schließlich überall.

 

Ist dir ein individueller Stil wichtig?

Ich tue mein Bestes. Manchmal sehe ich natürlich auch ganz normal aus, mit Jeans und T-Shirt. Aber wenn ich aus dem Haus gehe, achte ich eigentlich schon darauf, dass ich mehrere Farben trage. Das kann auch mal durch einen Schal oder eine bunte Tasche der Fall sein.

 

Und was hat es mit deiner Augenbemalung auf sich?

Das mache ich schon seit vielen Jahren. Ich sah ein Bild von einer Frau aus dem Orient, die ausgefallen angemalt war, davon ließ ich mich inspirieren. Ich trage das aber nicht immer so, manchmal mache ich nur Punkte oder einen klassischen Lidstrich.

 

Sprechen dich häufiger Mitmenschen auf deine Outfits an?

Ansprechen kommt nicht so häufig vor. Einmal bat mich ein Engländer in London mitten auf der Straße um ein Date, weil ihm mein Aussehen so gut gefallen hat. Das fand ich schon sehr lustig, ist aber natürlich eher die Ausnahme. Meistens gucken die Leute nur, dass ist mir dann manchmal unangenehm. Ich möchte nicht der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sein.  

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Foto-Galerie: Alisa Kronberger

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