Was ist dein Stil, Katharina?

Laura Wolfert

"Bunt, bunt, bunt sind alle meine Haare, schwarz, schwarz, schwarz ist alles, was ich habe" - so könnte das Kinderlied von Thomas Wolff klingen, wenn Katharina aus Freiburg es sänge. Im Interview erzählt die 17-Jährige, wie häufig sie ihre Haare färbt, wo sie ihre Klamotten einkauft - und warum die dann auf dem Boden landen:



Wie reagieren die Leute auf deinen Stil?

Immer unterschiedlich. Wenn ich mit Freunden unterwegs bin, dann fällt mir das gar nicht auf, wenn ich angeschaut werde. Das merke ich nur, wenn ich schlechte Laune habe. Dann frage ich mich schon, was mit den Leuten los ist – ich bin ja auch nur ein Mensch.

Manchmal werde ich auf meinen Hut angesprochen, wo man den kaufen kann.

Sind deine Haare immer blau?

Oh nein, unterschiedlich. Die sind gerade eher regenbogenfarbend. Demächst werden sie grün-rot. In meiner Hochphase habe ich meine Haare alle zwei Wochen umgefärbt.

Die Farben kaufe ich meistens im Internet – das ist unkompliziert. Für Kreidefarbmittel braucht man wirklich hellblonde Haare. Das ist in Dosen und riecht wie Knete.

Meine Haare färbe ich mir aber selber. Normalerweise bin ich Straßenköter-Blond. Meine erste Färbung – grün - ist ein halbes Jahr her. Da bin ich von Zuhause ausgezogen.

An deiner Nase funkelt ja etwas…

Ja, das ist ein Septum – bisher mein einziges Piercing. In zwei Monaten folgt dann das Zungenpiercing.

Wo gehst du einkaufen?

Es gibt gute Läden in Freiburg. Zum Beispiel der NeedfulthinxX-Shop in der Klarastraße. Ansonsten gehe ich häufig in Second-Hand-Läden oder bestelle mir günstige Sachen im Internet.

Wie sieht dein Kleiderschrank aus?

Na ja, die Klamotten liegen momentan eher auf dem Boden meiner Wohnung, als in meinem Kleiderschrank. Ich habe aber wahnsinnig viele – wovon ich aber eher wenig anziehe. Die Sachen sind total unterschiedlich, auch meine Accessoires. Von Halsketten zu Haarschmuck über Ringe.

Deine Haare sind ja sehr bunt, deine Anziehsachen dagegen sehr dunkel…

Ich habe fast nur schwarze Klamotten. Die kleine Ausnahme: drei graue und ein weißes Kleidungsstück. Dennoch: wenn ich speziell feiern gehen will, kann es bis zu zwei Stunden dauern, bis ich mir mein Outfit zusammengestellt habe – schminken und richten inklusive.

Mein Kleidungsstil richtet sich sehr an das Viktorianische Zeitalter. Inspirieren lasse ich mich meistens im Internet – unter anderem auf der Stil-Punk-Seite auf Facebook.

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