Was ist dein Stil, Hakan?

Simon Voss

"Was ist dein Stil?" - diese Frage stellen wir regelmäßig jungen Menschen in Südbaden. Heute: Der 24-jährige Hakan. Er studiert Biologie, Englisch und Philosophie und beschreibt seinen Stil als "unauffällig, aber mit Akzenten".

Gibt es ein Wort, mit dem du deinen Stil beschreiben würdest?

Unauffällig. Wobei man das an meinen blauen Schuhen heute vielleicht nicht sieht. Vielleicht kann man sagen: Generell unauffällig, aber mit Akzenten.

Und worin äußert sich das?

Eigentlich ziehe ich mich ziemlich normal an und mache mir darüber nicht besonders viele Gedanken. Aber das hängt auch ein bisschen von der Jahreszeit ab. Im Winter laufe ich eigentlich am liebsten rum wie ein Holzfäller. Also Stiefel, richtig schwere, dicke Jeans und dazu Holzfällerhemden oder auch gerne dicke Pullis. Allgemein mag ich Texturen sehr gerne. Und jetzt im Sommer ist das etwas pragmatischer.

Hast du eine bestimmte Inspirationsquelle oder ein Vorbild?

Ein bestimmtes Vorbild habe ich nicht. Ich bin viel auf Instagram und auch sonst ein bisschen im Internet unterwegs und schaue mir an, was andere Leute so machen. Aber letztendlich läuft es immer darauf hinaus, dass ich in den Shops, wo ich einkaufe, Sachen anschaue und mich dann halt frage, ob ich das irgendwie einbauen kann.

Und wo kaufst du deine Klamotten?

Ich kaufe fast alles online ein. Von den Sachen, die ich jetzt gerade anhabe, habe ich nur meine Brille und meine Socken im Laden gekauft – und ich glaube, die Hose auch. Also heute ist zumindest die Hälfte online bestellt.

Und wie viel gibst du dafür ungefähr aus?

Sehr unterschiedlich. Ich belohne mich gerne, indem ich Sachen kaufe. Vor allem Schuhe. Aber ich will keine genaue Zahl nennen.

Gibt es Prinzipien, die du beim Kleiderkauf beachtest, zum Beispiel Nachhaltigkeit?

Die ehrliche Antwort ist: Ich achte schon darauf, aber vor allem aus Eigeninteresse. Ich kaufe in der Regel kein Zeug, das schnell verschließt. Dafür gebe ich gerne ein bisschen mehr aus und behalte die Sachen über einen längeren Zeitraum. Aber ich muss zugeben, dass ich schon etwas mehr daran arbeiten könnte, dass die Sachen zum Beispiel unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt werden. Das ist mir ideologisch eigentlich schon wichtiger, als ich es umsetze.

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