Was ist dein Stil, Florian?

Christina Key

"Was ist dein Stil?" – Diese Frage stellen wir regelmäßig jungen Menschen in Freiburg. Der 24-jährige Blogger aus Stuttgart ist in Freiburg zu Besuch. James Dean und Steve McQuenn inspirieren ihn. Er findet: Männer müssen nicht jedem Trend hinterherlaufen.

Was ist Dein Stil?

Ich mag es klassisch, inspiriert von Filmikonen wie James Dean und Steve McQueen, aber auch von James Bond. Das lockere ich aber hier und da gerne durch moderne Muster und vor allem Sneakers auf. Mein Alltagslook bewegt sich zwischen Jeans mit T-Shirt und Anzug mit Krawatte - je nach Stimmung.

Wo gehst Du einkaufen?

Hauptsächlich bei COS, ich liebe deren Schnitte und Farben und die schlichte, klassische aber doch nie langweilige Auffassung, die die Skandinavier von Männermode haben. Bei Sneakers stehe ich auf die Klassiker von Adidas, vor allem Stan Smith und Superstar. Leder-Accessoires wie Taschen und Gürtel bekomme ich bei meinem Kumpel Hendrik von Souve.

Und der Mantel?

Der Mantel ist von Topman. Ich habe ihn letzten Herbst im Store in SoHo in New York gefunden, wo ich damals noch gelebt habe. Seitdem ist er mein treuer Begleiter!

Auf welchen Modetrend freust Du Dich diesen Sommer besonders?

Sommer ist modisch meiner Meinung nach zumindest als Mann immer ein bisschen komplizierter als Winter, da man hitzebedingt nicht viel anziehen möchte. Diesen Sommer gibt es aber sehr viele schöne T-Shirts, klassisch und einfach, aber eben auch sehr schön. Besonders melierte Shirts haben es mir angetan, mit Rundhalsausschnitt natürlich, V trage ich gar nicht.

Welchen Style findest du besser: Kristina Bazan oder Chiara Ferragni?

Da macht für mich ganz klar Kristina das Rennen. Ich liebe ihren Stil, sie schafft es immer, unglaublich stylish aber doch relativ unkompliziert auszusehen. Wenn es nach mir ginge, dürfte sich gerne jede Frau so anziehen wie Kristina!

Beide Frauen sind ja sehr erfolgreiche Bloggerinnen. Was denkst du über Blogger?

Leider hat der Begriff „Blogger“ ja immer mit allerlei Vorurteilen zu kämpfen, bedingt dadurch, dass jeder sich Blogger nennen kann. Da ich aber selbst blogge und auch sehr viele Freunde in diesem Bereich habe, weiß ich, dass viele Blogger unglaublich hart arbeiten und im Grunde genommen kleine Medienunternehmer sind.

Ich bekomme oft zu hören, dass Blogger doch nur das süße Leben genießen und eben mal schnell ein Foto am Tag machen. Aber Bloggen ist ein Fulltime-Job ohne Feierabend und ohne Wochenende, Instagram will immer gefüttert werden und allein schon die ganze Organisation, die im Hintergrund nötig ist, wäre eigentlich ein eigener Job.

Was geht kleidungstechnisch bei Männern gar nicht?

Es sind eigentlich weniger bestimmte Kleidungsstücke, die ich nicht sehen möchte. Vielmehr sehe ich das Problem darin, dass viel zu viele Typen in Klamotten rumlaufen, die ihnen einfach nicht passen. Ein Anzug, der zu groß ist, geht einfach gar nicht. Und ich kann mit Pink nichts anfangen, aber das ist Geschmackssache.

Und bei Frauen?

Das leidige Thema UGG-Boots auf jeden Fall. Und Nike Air Force One gefallen mir bei Frauen auch gar nicht, das macht so riesige Füße, die sehen dann oft aus wie Comicfiguren. Ansonsten mag ich es auch bei Frauen eher einfach und klassisch, mag also ein schönes Sommerkleidchen lieber als bunt bedruckte Leggins und solche Sachen.

Dein Fashion-Statement?

Weniger ist oft mehr und einfacher besser. Die perfekte Männergarderobe basiert auf einer großen Basis aus zeitlosen Basics und braucht nicht ständig einen „Trend“-basierten Austausch sämtlicher Teile. Als Mann kann man super in Teile investieren, die dann über Jahre hinweg getragen werden können. Zwei bis drei schöne Anzüge, ein oder zwei klassische Mäntel, einige Hemden, T-Shirts und Jeans - und schon kann man unzählige Looks kombinieren.

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Foto-Galerie: Christina Key


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