Stilfrage

Was ist dein Stil, Anna?

Dorothea Winter

"Was ist dein Stil?" - diese Frage stellen wir regelmäßig jungen Menschen in Südbaden. Heute: Die 24-jährige Anna. Sie studiert Kunstgeschichte und Spanisch in Freiburg und war davor an der Akademie für Modemanagement in Nagold.

Anna, wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?

Ich würde sagen, mein Stil ist eine Mischung aus allem. Ich trage gerne lässige Kleidung, aber manchmal auch schicke und feminine. Das kommt immer darauf an.

Hast du ein Lieblingskleiderstück?

Meine Nike Air Force 1! Ich trage wirklich immer Sneaker.

Hast Du eine bestimmte Inspirationsquelle oder ein Vorbild?

Ein direktes Vorbild habe ich nicht. Aber auf Instagram und Pinterest finde ich schon mal Inspiration für meinen Stil.

Du hast auch mal in Nagold an der Akademie für Modemanagement studiert, hat Fashion für Dich einen besonderen Stellenwert?

Für mich spielt Mode eine große Rolle. Nicht, weil ich oberflächlich bin oder bei anderen Leuten besonders darauf achte, was sie anhaben. Sondern weil ich denke, dass Mode Menschen hilft, sich wohler zu fühlen. Und das ist etwas Schönes.

Wie hat sich Dein Blick auf Kleidung verändert?

Durch mein Studium habe ich eine ganz andere Sichtweise auf Mode bekommen. Ich habe auch mal im Showroom des Euro Fashion Center in Sindelfingen gearbeitet, in dem Einzelhändler die Kollektionen für die kommende Saison eingekauft haben. Es ist wirklich interessant, Mode nicht bloß als Endverbraucher zu konsumieren, sondern auch den Markt und den Produktionsprozess kennenzulernen. Es ist definitiv eine interessante Branche. Besonders die Einblicke in die Warenkunde begleiten mich noch heute. Ich weiß jetzt, welche Vor- und Nachteile gewisse Stoffe und Fasern haben.

Wie geht Nachhaltigkeit und Mode für Dich zusammen?

Es ist schwer für den Endverbraucher, nachhaltige Mode zu tragen, weil man doch sehr durch die Fast-Fashion-Brands wie Zara oder H&M beeinflusst wird. Wenn man weiß, wie viel Arbeit hinter einem einzigen Teil steckt, konsumiert man Kleidung anders. Ich finde es sehr schön für mich, ein paar Artikel zu besitzen, die ich auch über mehrere Jahre hinweg anziehe. Und die klassisch sind. Und das ist für mich Stilsicherheit.

Und wo kaufst Du Deine Klamotten?

Hauptsächlich kaufe ich meine Kleidung bei Onlineshops wie Zalando. Weil es da einfach die größte Auswahl und die unterschiedlichsten Styles gibt.

Wie viel gibst Du für Mode aus?

Wie viel Geld ich im Monat für Kleidung ausgebe, variiert je nach Budget, das ich zur Verfügung habe. Da habe ich keinen festen Betrag. In vielen Monaten kaufe ich überhaupt nichts, sondern eher saisonal.

Drückst Du mit Deinem Stil auch ein manchmal Deine Gefühlslage aus?

Meine Kleidung ist sehr stimmungsabhängig. Wenn ich mich irgendwie fühle, dann ziehe ich mich auch dementsprechend an. Und auch anders herum: Wenn ich etwas Bestimmtes anhabe, fühle ich mich automatisch auch gleich anders. Ich spiele eigentlich ganz gerne mit verschiedenen Looks.

Du arbeitest neben Deinem Studium in einem Museum – wie beeinflusst das Dein Styling?

Mein Nebenjob in der Kunsthalle Meßmer beeinflusst meinen Stil schon sehr. Bei der Arbeit ziehe ich mich natürlich seriöser an als in der Freizeit. Dann fühlt man sich auch gleich "professioneller" und tritt anders auf.

Spielt Make-Up und Styling für Dich eine große Rolle?

Ich mag es manchmal schon ganz gerne, mich aufzustylen, aber meistens bevorzuge ich den natürlichen Look. Weil ich Natürlichkeit eigentlich immer schöner finde, aber auch aus Zeitgründen, weil es schneller geht morgens.

Wie sieht es mit Accessoires aus?

Ich trage immer nur ein paar Accessoires, die mein Outfit aufpeppen, das ist oftmals nur eine Kette oder eine Uhr.

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