Stilfrage

Was ist dein Stil, Angela?

Antonio Jung

"Was ist dein Stil?" - diese Frage stellen wir regelmäßig jungen Menschen in Südbaden. Heute: Die 24-jährige Angela. Sie studiert Anglistik und VWL in Freiburg und hat einen neuen Trend für sich entdeckt.

Angela, wie würdest Du deinen Kleidungsstil beschreiben?

Ich kann meinen Kleidungsstil eigentlich nicht wirklich beschreiben. Kurz gesagt: Ich sehe ein Kleidungsstück, das ich mag und ziehe es an. Angezogen wird also das, worauf ich Lust habe. Wenn ich zum Beispiel Lust auf Kleidung im Streetstyle habe, dann trage ich Streetstyle-Klamotten. Wie ich mich kleide, hängt aber auch von meinem Empfinden ab.

Das heißt, Du trägst schwarze Kleidung, wenn du traurig bist?

Wenn ich traurig bin, ziehe ich mir Leggings und einen riesen Pulli an, damit man mich nicht sieht. Fühle ich mich nicht selbstbewusst, dann trage ich ein selbstbewusstes Outfit, um mein unsicheres Gefühl auszugleichen.

Hast Du eine bestimmte Inspirationsquelle oder ein Vorbild?

Eher nicht. Auf Instagram schaue ich mir ab und zu die Bilder von ein paar Marken an. Mein aktuelles Outfit ist dem viktorianischen Kleidungsstil angepasst.

Hast Du ein Lieblingskleiderstück?

Ja, die Bluse, die ich gerade trage. Meine Freundin hat sie mir zum Geburtstag geschenkt. Mir gefällt der Style der Bluse und ich trage sie eigentlich zu jedem Anlass.

Kannst Du uns mehr über deine Mütze erzählen?

Ich habe mit dieser Bakerboy Mütze einen neuen Trend für mich entdeckt. Zuerst hatte ich sie online gesehen, danach in der Fernsehsendung "Asia’s Next Topmodel" und schließlich habe ich sie mir dann doch in Freiburg gekauft.

Gibt es ein Fashion-No-Go für dich?

Ich finde nicht, dass es Fashion-No-Gos gibt. Meiner Meinung nach gibt es lediglich falsche Wege, sich zu stylen. Wenn man selbstbewusst ist, kann man alles tragen.

Wo kaufst Du deine Klamotten ein?

Viele Kleidungsstücke kaufe ich überwiegend in Second-Hand-Läden hier in Freiburg ein. Es macht einfach viel mehr Spaß, weil man so viele verschiedene Kleidungsstücke von verschiedenen Stilen vorfindet.

Ein weiterer Grund ist natürlich auch, dass man in Second-Hand-Läden preiswerter einkaufen kann. Dadurch hat man eine freie Auswahl ohne Limit und kann somit befreit nach Kleidung schauen.

Der Faktor Nachhaltigkeit spielt also keine Rolle?

Doch. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist natürlich, dass ich mit dem Kauf meiner Kleidung in Second-Hand-Läden die ausbeuterischen Methoden der großen Textilmarken nicht weiter unterstütze. Preis, Nachhaltigkeit und Individualität sind mir wichtig. Zudem arbeiten in manchen Second-Hand-Shops, wie zum Beispiel in dem von der Caritas in Freiburg, frühere Arbeitslose, die ich damit unterstütze.

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