Was ist aus den Siegern des Regionalwettbewerbs Jugend forscht 2013 geworden?

Bernhard Amelung

Mit der Regionalausgabe ist der Nachwuchswettbewerb Jugend forscht nicht vorbei. Für die Siegerinnen und Sieger kann es - über das Landes- und Bundesfinale - bis zur ISEF nach Los Angeles gehen, einem der bekanntesten Wettbewerbe für Jungforscher. Auch dieses Jahr nehmen wieder Schüler aus Südbaden daran teil.



Jubel in Lörrach und am dortigen Hans-Thoma-Gymnasium: Johannes Reinhart, 18, ist Bundessieger bei Jugend forscht 2013 geworden. Er überzeugte beim Wettbewerb in Leverkusen mit seiner Untersuchung zu Selbstheilungskräften von Pflanzen. Unter dem Rasterkraftmikroskop fand er heraus, dass Pflanzen die Wachsschicht selbst reparieren können. Dazu bilden sie Wachskristalle, die in der Folge zu kleinen Wachsinselchen anwachsen. So schützt sich die Pflanze vor dem Austrocknen und verhindert, dass sich Schmutz, Bakterien und Parasiten festsetzen.


Als Bundessieger von Jugend forscht 2013 vertritt er Deutschland bei der "International Science and Engineering Fair" (ISEF) im US-amerikanischen Los Angeles. An diesem Wettbewerb, der vom 11. bis 16. Mai 2014 stattfindet, nehmen rund 1500 Schülerinnen und Schüler aus 70 Nationen teil. Diesen Wettbewerb hatte 2012 Carolin Lachner aus Lörrach mit einer Arbeit zu Wasserbrücken gewonnen.

Zusammen mit Johannes Reinhart werden auch Marcel Neidinger (17) und Leonard Bauersfeld (16), ebenfalls Schüler am Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach, im Mai 2014 nach Los Angeles fliegen. Sie traten bei Jugend forscht 2013 in der Kategorie Physik mit ihrem Projekt "Der Kerzenlift" an:

Der Kerzenlift (Jugend forscht-Projekt)

Quelle: YouTube


Mit ihrer Untersuchung zu Druckverhältnissen qualifizierten sich Neidinger und Bauersfeld für den Landeswettbewerb in Fellbach und das Finale in Leverkusen. Dort belegten sie am Ende den zweiten Platz. Für beide Schüler war es nicht die erste Teilnahme bei Jugend forscht. So untersuchten sie 2012 wie beim "Bullroarer", einem traditionellen Musikinstrument der Aborigines, der Ton entsteht und wodurch er beeinflusst wird (Video: Leonard Bauersfeld erklärt den Bullroarer).




Marius Görg
(18) und Jakob Rienth (20) haben 2013 einen Tintenkiller für schwarze Tinteentwickelt. Die Schüler des Kant-Gymnasiums in Weil am Rhein haben damit beim Landeswettbewerb in Fellbach den zweiten Platz.

Julia Huber
(21, im Bild oben) hat bei Jugend forscht 2013 zwar keinen Preis gewonnen. Mit ihrer Forschungsarbeit und der Entwicklung eines Schnelltests zum Nachweis von K.O.-Tropfen in Getränken kam die Lörracherin, damals Schülerin an der Mathilde-Planck-Schule, dennoch groß raus. Der Gegenstand ihrer Untersuchung weckte das Interesse der Medien. So kam der SWR zu ihr in die Schule und drehte ein Kurzporträt über sie. Auch Bild widmete ihr eine halbe Seite und titelte: "Kampf gegen Sex-Droge: Julia erfindet Schnelltest für K.-o.-Tropfen".

Mehr dazu:


Was:
Regionalwettbewerb Südbaden – Jugend forscht.
Wann: Donnerstag, 13. Februar 2014, ab 9 Uhr (nicht öffentlich) und Freitag, 14. Februar 2013, 9 bis 14 Uhr (öffentlich).
Wo: Rothaus-Arena der Messe Freiburg.
Eintritt: frei. [Foto: Sick AG / privat]

Disclosure

fudder ist Medienpartner des Regionalwettbewerbs Jugend forscht. Dieser wird in Südbaden zum zwölften Mal in Folge vom Waldkircher Unternehmen Sick AG durchgeführt. Im Rahmen dieser Kooperation gibt es wieder unser Forscher-Blog mit freundlicher Unterstützung der Sick AG. Wir versorgen euch von heute an wieder mit den interessantesten Themen rund um das Thema Jugend forscht.