Was halten Auslandsstudierende von Freiburg?

Andrea Perino & Marie-Kristin Zimmermann

"Ich habe Bilder von Freiburg gesehen und mich sofort verliebt", sagt die Studentin Caroline Simoes aus Portugal. Doch nicht nur sie findet Freiburg als Studentenstadt attraktiv. Sechs Auslandsstudierende erzählen, warum sie für ihr Studium nach Freiburg gekommen sind, was für Erfahrungen sie in ihren ersten Tagen gesammelt haben und welche Erwartungen sie haben.

Caroline Simoes, 20, Studentin Volkswirtschaftslehre, aus Portugal: „Ich wollte schon immer mal für längere Zeit von zu Hause weg. Ursprünglich wollte ich nach England, aber dann habe ich im Internet Bilder von Freiburg gesehen und mich verliebt. Live habe ich bisher noch nicht sehr viel von der Stadt gesehen, da ich erst seit Freitag hier bin. Besonders gut gefällt mir bisher, dass meine WG in der Studentensiedlung direkt neben dem Seepark liegt. Am Sonntag haben wir uns an den See gelegt.“


Miguel Neira, 23, Student der englischen Philologie aus Spanien: „Zwei meiner Freunde haben auch hier mit  Erasmus studiert, ihnen hat es hier sehr gut gefallen. Deshalb habe ich ich entschieden, nach Freiburg zu kommen. Seit Freitag wohne ich in einer WG im Händel-Wohnheim. Ich hoffe, in den sechs Monaten hier viele unterschiedliche Kulturen – besonders natürlich auch die deutsche – kennenzulernen und freue mich darauf, viele typisch deutsche Feste und  Traditionenmitzuerleben.“

Emeline Mercier, 23, Jura und Sprachenstudentin aus Frankreich: „Da Freiburg eine Studentenstadt und sehr fahrradfreundlich ist, habe ich mich für diese Stadt entschieden. Mein Ziel ist es, hier so viel Deutsch wie möglich zu lernen und zu sprechen und viele neue Leute kennenzulernen. Ich bin jetzt seit drei Tagen hier und habe nichts auszusetzen. Insgesamt bleibe ich ein Jahr hier, danach werde ich meinen Masterabschluss in Frankreich machen. Ich bin gespannt auf die kommende Zeit.“


Iiro Loimaala, 22, Jurastudent aus Finnland: „Ich interessiere mich für Deutsch und wollte nach Süddeutschland, weil es hier immer so schön  warm ist. Wegen eines Sprachkurses bin ich schon im September hergekommen und finde, Freiburg hat genau die richtige Größe. Außerdem mag ich die Mischung aus coolem Nachtleben im Bermuda- Dreieck und der Idylle im Stadtgarten und am Schlossberg. Mein bisher lustigstes Erlebnis war, beim Spiel gegen Schalke die echten SC-Freiburg-
Fans in Aktion zu erleben.“


Eun Gyeong, 20, Koreanistik und Germanistikstudent aus Korea: „Aufgrund eines Austauschprogramms meiner Schule bin ich nun für ein Jahr in Freiburg. Mein Ziel ist es, besser Deutsch sprechen zu können. Ich verstehe die Sprache besser, als ich sie sprechen kann. Besonders gut gefallen mir die Natur und die vielen Grünflächen. Ein koreanisches Restaurant fehlt mir allerdings, das habe ich noch nicht finden können. Mit meinen koreanischen Freundinnen hatte ich einen guten Start.“



David Vermeier, 19, Politkwissenschaftsstudent aus
Belgien:
„Bis zum 20. Februar kommenden Jahres werde ich in Freiburg zur Uni gehen. Freiburg habe ich mir ausgesucht, weil ich in meiner Abschlussarbeit den belgischen mit dem deutschen Föderalismus vergleichen möchte. Was mir hier besonders gut gefällt, ist das schöne Wetter, die ruhige Lage und, dass es hier nur wenig Kriminalität gibt. Meine Vermieterin schließt nachts die Haustüre nicht ab und ich schlafe trotzdem gut.“

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[Fotos: © Michael Bamberger]