Was ging bei ... Ja, Panik im Schmitz Katze?

Lena Prisner

"Babadoo!", schrie ein Besucher des Ja, Panik-Konzerts in der Katze nach fast jedem Song. "Babadoo", das könnte auch das Fazit von fudder-Autorin Lena Prisner sein. Sie erlebte ein "vorbildliches" Konzert:

 

Der Künstler

Ja, Panik ist eine österreichische Indie-Rock Band - die aber mittlerweile in Berlin beheimatet ist. Seit 2005 gibt es sie, seitdem hat sich die Besetzung öfters verändert. Leadsänger und Bassist gehören aber noch zu den Gründungsmitgliedern. Die jüngste Ergänzung der Band ist Laura Landergott (Keyboard, Gitarre und Gesang) – seit 2014 ist sie dabei. „Libertatia“, das im Januar erschien, ist Ja, Paniks fünftes Album.

Die Stage

Auf der kleinen Bühne im Auditorium ist nicht viel Platz. Die Mitte nimmt Leadsänger Andreas Spechtli ein, links von ihm steht Laura Landergott am Keyboard, rechts von ihm Stefan Pabst am Bass. Hinter ihnen der Schlagzeuger Sebastian Janata. Viel Interaktion zwischen Musikern und Publikum findet nicht statt, was aber nicht desinteressiert sondern bodenständig wirkt. Die Band macht ihr Ding und freut sich über den Applaus, auch wenn der Leadsänger das auf etwas seltsame Weise ausdrückt: „Vorbildlich!“ ruft er in die Menge.

Die Crowd

Studenten, Hippies, Normalos, Lederjacken-Coolies und Strickmützen-Hipster: Die meisten Zuhörer scheinen Fans und keine Gelegenheits-Konzertbesucher zu sein. Aus allen Richtungen hört man daher auch anfeuernde Rufe, teilweise wird ausgiebig getanzt.

Was in Erinnerung bleiben wird

Bemerkenswert ist definitiv ein rundlicher, langhaariger Typ, der nach jedem Lied begeisterte Laute wie „Babadoo!“ oder „Arrrr!“ von sich gibt. Epische Stimmung erzeugt die Band bei „Eigentlich wissen es alle“, Leadsänger Andreas Spechtli gibt alles beim Gitarrensolo.

#thefunnymoment

Als der offizielle Teil zu Ende ist, verlässt die Band die Bühne – alle Jungs nach rechts, die Gitarristin nach links. Dort steht sie kurz im Publikum, hält eine Zigarette in der Hand. Dann merkt sie, dass ihre Kollegen nicht bei ihr sind und läuft zum anderen Ende des Raums. Die Verwirrung steht ihr ins Gesicht geschrieben: Wo zum Teufel sind alle hin? Endlich findet sie die richtige Tür, hinter der die anderen verschwunden sind.

Fazit

Ein gelungener Abend mit Musik, die Stimmung macht. Ja, Paniks Lieder sind facettenreich: Mal einfach rockig, mal episch-abgedreht, mal nachdenklich. Sowohl Band als auch Fans sind sympathisch – es fühlt sich an, wie in einem vergrößerten Wohnzimmer, wo jeder auf seine Weise die Musik genießt. Hat definitiv Spaß gemacht!

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Foto-Galerie: Florian Forsbach

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