Was ein Barcamp ist – und wie Du dich dabei einbringen kannst

Enya Steinbrecher

Du möchtest deinen Horizont erweitern oder einen Workshop zu einem Thema leiten? Dann ist ein Barcamp das Richtige für dich – am 17. März findet in Freiburg ein Barcamp zum Thema Bildung statt. Die Organisatoren erklären worum es geht.

Dejan und Solveig, euer Barcamp zum Thema Bildung findet in dieser Art zum ersten Mal in Freiburg statt. Woher weiß ich, dass es etwas für mich ist?



Dejan Mihajlovic
: Ein Barcamp soll das Lernen für alle ermöglichen und dabei alle Interessen befriedigen. Dies ermöglichen Vorträge und Workshops zu verschiedenen Themen. Eine angesprochene Zielgruppe gibt es nicht, denn wir wissen selbst vorher noch nicht, welche Themen es im Barcamp geben wird. Wichtig ist uns, mit allen sozialen Schichten und Altersklassen präsent zu sein.

Solveig Schwarz: Jeder, der möchte, kann sich anmelden. Bei einem meiner Barcamps war der jüngste Schüler sieben Jahre alt, ein Mann kam mit seinem Vater, der über achtzig war – und dieser war geflasht. Wenn viele junge Leute kommen, dann gibt es auch mehr junge Themen. Es gibt Vorträge, aber auch Workshops und Diskussionen zu jedem Thema – man muss sich nur einbringen. Wichtig ist uns auch, dass es keine Hierarchien gibt – wir werden uns den ganzen Tag lang duzen.



Wie stellt ihr sicher, dass auch für jede Altersklasse etwas dabei ist?

Dejan: Wir haben zehn Räume und vier Zeitschienen. Jeder, der sich anmeldet, kann ein Thema vorschlagen, mit dem er sich auskennt und wenn sich Leute dafür interessieren, wird ihm ein Raum zugeteilt. Im Zweifelsfall haben wir noch fünf Räume in der Hinterhand. Wen ein Thema doch nicht anspricht, dem steht es frei, die Session jederzeit zu verlassen oder zu wechseln. Es besteht also für jeden die Möglichkeit, ein Thema zu finden, für das er sich interessiert, oder selbst eins vorzuschlagen.



Was müssen potentielle Redner tun, um ihr Thema anzumelden und welcher Voraussetzungen müssen sie mitbringen?

Dejan: Jeder, der etwas auf dem Kasten hat, kann einen Vortrag halten. Wir hatten schon Vorträge von Achtjährigen. Wer sein Thema einbringen möchte, kann dies über Website tun oder sich spontan am Tag des Barcamps melden und schauen, ob es Interessenten gibt. Auf der Website haben wir ein Forum eingerichtet, das es Interessierten ermöglicht, bereits jetzt ein Gefühl für die angebotenen Themen zu bekommen.

Solveig: Bisher hatten wir noch nie das Problem, dass zu wenig Themen vorgeschlagen wurden. Jeder kann sich einbringen und genügend nutzen dieses Angebot auch.

Was ist, wenn ich mich nicht zwischen Vorträgen entscheiden kann?

Dejan: Für diesen Fall gibt es Dokumentationen der Workshops und Vorträge, welche die Teilnehmer währenddessen vornehmen. Das Ganze wird auch digital laufen, sodass jeder Teilnehmer die Möglichkeit hat, es einzusehen. Im Zweifelsfall kann man zwischen den Sessions wechseln.

Wie waren die Resonanzen zu den letzten Barcamps?

Dejan: Die Barcamps speziell für Schulen waren bombastisch. Es wurden jeweils zwei sehr verschiedene Sichtweisen beleuchtet: Die von Lehrern und die der Schüler. Bei einem Barcamp an der Uni waren leider nur ein paar Studierende da – dabei lebt das Format davon, dass sich die Leute einbringen.

Solveig: Ich habe einmal ein Barcamp zum Thema Nachhaltigkeit abgehalten. Es kamen Firmen, die sich aktuell mit diesem Thema beschäftigen, aber auch die Konsumenten, die ganz besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legen. Beide Seiten konnten aus den Gesprächen etwas von der anderen Seite mitnehmen und profitierten von den Diskussionen. Je unterschiedlicher die Beteiligten, desto besser.

Wie kann ich mich anmelden?

Solveig: Die Anmeldung findet kostenlos über die Website statt. Auch auf Facebook oder Twitter kann man der Veranstaltung folgen – das ist wichtig, um up to date zu bleiben. Dort finden sich auch Links zu unserer Website.
Was: Barcamp Lernräume
Wann: Samstag, 17. März, 9 – 16.30 Uhr
Wo: PH Freiburg
Eintritt: Frei
Anmeldung: Barcamp Freiburg