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Was Dein UB-Sitzplatz wirklich über dich aussagt

Isabella Decker

Stell’ dir vor, es sind Semesterferien, und alle müssen lernen. In der UB herrscht dieser Tage mal wieder Hochkonjunktur und ein Kampf um die begehrten Plätze. Wo machst Du es dir am liebsten bequem? Diese sechs Sitzplatztypen findest Du in Freiburg.

1. Hinter den Aufzügen

Du bist ein Frühaufsteher und legst wert auf eine zurückgezogene und private Lernatmosphäre. Du hast lieber weniger Leute um dich herum und bevorzugst einen kleinen und begrenzten Lernraum. An den fünf Reihen mit lediglich je sechs Sitzplätzen kennt man sich und es werden gezielt die gewohnten Stammplätze aufgesucht. Hier ist der Geräuschpegel nicht allzu hoch und es herrscht wenig ablenkender Durchgangsverkehr. Doch: Wer nach 8.15 Uhr kommt, muss Glück haben, einen der begehrtesten Plätze zu ergattern.

2. Randplätze

Für dich ist es wichtig, zur Ablenkung auch mal ein bisschen aus dem Fenster zu schauen, um das bunte Treiben auf dem Platz der Alten Synagoge zu beobachten. Oder von einem Ausflug in den Schwarzwald zu träumen. Du favorisierst es, lieber nicht vom Lernmaterial anderer Studenten umzingelt zu sein. Dafür nimmst Du es gerne in Kauf, etwas früher aufzustehen.

Nicht nur die Randplätze zum Fenster, sondern auch die Sitzmöglichkeiten am Flur, stehen bei den Studierenden hoch im Kurs. Denn hier kann man sich leichter auf die eigenen Materialien konzentrieren.

3. Hauptsaal

Du musst feststellen, dass die UB um 8.30 Uhr schon erstaunlich voll ist und setzt dich in eine der wenigen Lücken, im Hauptsaal. Einem mit einer Bahnhofshalle vergleichbaren Raum. Erst wird geschaut, was die beiden Sitznachbarn so lernen, dann beobachtet, wer gerade die Toilette aufsucht oder kopieren geht. Doch schließlich entscheidest Du dich, deinen Freund und Helfer - den Ohrstöpsel - einzusetzen. Und so lässt es sich auch dort fokussiert und effektiv lernen.

4. Gruppentische

Du bist geschockt! 9 Uhr und alle Plätze mit Steckdose und Lampe sind besetzt. Aber wieder nach Hause fahren ist auch keine Option, schließlich bist du extra früh aufgestanden und hergefahren. Eine so bunte Mischung an unterschiedlichen Lernmaterialien und Lerntypen trifft man nur am Gruppentisch.

Hier läuft keiner Gefahr, den Platz wegen einer abgelaufenen Pausenuhr weggenommen zu bekommen. Vielmehr werden sich kollegial die wenigen Wandsteckdosen geteilt. Trotz des eingeschränkten zur Verfügung stehenden Platzes wird friedlich nebeneinander gelernt.

5. Sessel

Du hast dich mühsam aus dem Bett gequält und wolltest heute so richtig reinhauen mit dem Lernen. Doch die UB ist voll. Sogar die Gruppentische sind bis auf den letzten Platz besetzt und manche Studenten lernen sogar im Stehen. Verrückt, denkst Du dir und hast plötzlich einen genialen Einfall: In einen Sessel setzen und einen Stuhl als Tisch zu benutzen. Doch kaum hast Du die Idee in die Tat umgesetzt, bemerkst Du, wie gemütlich diese hochwertige Sitzgelegenheit doch ist und musst dich den ganzen Tag zwingen, nicht wieder einzuschlafen.

6. Keller

Dir ist die ganze Hektik in den vier Etagen und das schnelle Platz finden einfach viel zu stressig. Seelenruhig steuerst du das tiefst gelegene Stockwerk an – der Keller. Hier ist es angenehm kühl, man findet immer einen Platz und dich treffen keine nervig blendenden Sonnenstrahlen. Steckdosen und Lampen gibt es nicht, allerdings hast du hier ein ruhiges Umfeld, wenige Ablenkungsmöglichkeiten und eine Platzgarantie.

Dauerhaft lässt es sich dort unten zwar nicht angenehm lernen, aber du solltest diese Option als Notfallplan im Hinterkopf behalten.

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