Warum zwei Freiburger das neue Video von Money Boy gedreht haben

Madeleine Mayer & Daniel Laufer

Yeeeeaaaah, I'm getting Money. Oohhhh... Money Boy ist immer noch da, jetzt hat er den Swäg mal wieder aufgedreht - in Freiburg! Wo sein neues Video spielt:



"Steige aus dem Bäääätt, dreh den Swäg auf, schaue kurz in den Spiegel, sag: What up." Mit diesen Worten wurde Money Boy berühmt. Mehr als 20 Millionen Mal haben Fans und Hater sein YouTube-Video angeschaut. Man weiß nicht so genau, ob er das alles ernst meint - erfolgreich ist Money Boy aber auf jeden Fall. So erfolgreich, dass er schon auf Rapper wie Sido und Kollegah getroffen ist.


Jetzt hat Sebastian Meisinger alias Money Boy ein neues Video: Man sieht ihn darin zwar nicht persönlich, dafür aber den Roboter "A.W.E.S.O.M.-O 4000" aus der Fernsehserie South Park. "Ich bin Awesom-o - ein sprechender Roboter. Ich bin so awesome, ich-ich bin so awesome", singt der.

Hinter der Produktion, in der der Robo-Freund zwischen Jukeboxen, Flipperautomaten und Neonreklamen rumhängt und spielt, stecken die Beaver Bros. Kay Schlegel (32) und Philip Schwanke (24) sind zwei Freiburger Filmer. Gemeinsam arbeiten sie bei einem Teleshopping-Sender in Buggingen. Jetzt haben sie sich an Money Boy rangewagt.

"Wir hatten untereinander einen Wettbewerb laufen, wer es schafft, auf Twitter den ersten Retweet von Money Boy zu kriegt", sagt Schlegel. Der Ami-Style des Rappers habe ihnen gut gefallen. Also machten sie sich an das Video mit dem Roboter, einfach so. Kurz nachdem sie erste Aufnahmen auf YouTube hochgeladen hatten, meldete sich Money Boy dann tatsächlich - er wollte den Clip als offizielles Musikvideo haben:



Schlegel und Schwanke haben ihre Heimatstadt als Location gewählt und nicht nur in Bremgarten am Flugplatz gedreht, sondern auch im Black Forest Warehouse. "Wir haben uns einfach Locations rausgesucht, die uns gut gefallen", sagt Philip. Den Warehouse-Betreiber Christian Kuhner kennen die beiden schon länger, also erzählten sie ihm von ihren Plänen. "Der hat nicht lange überlegt", sagt Schlegel.

In einer Szene fahren Schauspieler mit Maschinenpistolen in Pickup zum Flugplatz - nicht ganz unproblematisch. Sorgen hätten sich die Beaver Bros. keine gemacht, sagt Schwanke. "Das war eigentlich ziemlich entspannt: Wenn die Leute sehen, dass da ein Typ in einem Roboterkostüm auf der Ladefläche steht, wird jedem klar, dass niemand eine Gefahr darstellt."

Folgen nun weitere Projekte mit Money Boy? Gut möglich, auch wenn die Filmer noch nichts Konkretes sagen wollen. "Da sind aber schon ein paar Sachen in der Pipeline. Auf jeden Fall etwas Großes!"



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[Foto: Screenshot]